Toshiba One-Click Mini im Test: Klein, schwach, portabel und geschaffen für die Couch

Toshiba One-Click Mini im Test: Klein, schwach, portabel und geschaffen für die Couch

Es ist soweit. Dustin erhebt sich aus seinem Blog-Winterschlaf und schreibt mal wieder etwas nieder womit er sich die letzten Tage rumgeschlagen hat. Um genau zu sien ging es um das Toshiba Satelite One-Click Mini. Ein Tablet/Netbook Hybride aus der 300 – 400 Euro Kategorie.

Vorab: Obwohl ich Windows 7 meine ewige Treue per Plasma-Brüderschaft geschworen habe, konnte ich mich gut an das verschissene Windows 8.1 gewöhnen. War Anfangs ein bisschen uncool, im Endeffekt wird es aber wohl an der fehlenden Leistung des Netbooks gelegen haben.

Spezifikationen

Kurz und schmerzlos:

  • 8,9″ IPS FullHD Display mit Tocuhfunktion
  • Intel Atom Prozessor Z3735F (1,33 GHz)
  • Windoof 8.1
  • 32 GB SSD
  • 2 GB DDR3L RAM
  • 235 x 161 x 9,8 mm (Tablet), 235 x 170,6 x 19,9 mm (gesamt). Bis zu 978 Gramm schwer
  • eingebautes Mikrofon, 3,5 mm Klinkenanschluss, MicroHDMI-Out, 5 MP Kamera hinten, 2 MP Kamera vorne, MicroUSB, USB 2.0, SD-Slot, MicroSD-Slot

Vom lesen her könnte es fasst zu einem Android Tablet passen.

Der Hybride

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„One-Click“ lässt es schon vermuten, die riesige Werbung an den Bussen der EVAG machen es dann klar: Das Display ist lösbar. Der Mechanismus funktioniert wie bei allen anderen Hybriden dieser Welt über einen kleine Befestigung auf der Mitte des Schaniers das den Winkel des Displays zum Gesicht angibt. Kurz klicken und hop ist das Netbook in ein Tablet und eine leblose Tastatur verwandelt worden. Erster Nachteil: So ist die Tastatur nicht nutzbar (Bluetooth wäre cool gewesen). Zweiter Nachteil: In der Tastatur befindet sich noch ein zweiter Akku der echt nötig ist.

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Aber gut, vollwertiges Windows funktioniert in einem Tablet weitaus besser als ich gedacht hätte. Ein Stift zur Bedienung wäre cool gewesen, aber leider gibt es da nichts. Also technisch wird das nicht unterstützt. Kommen wir zum Äußeren. Kurz zusammengefasst: Lebloses Plastik. Keine Formen, kein Griff und keine Mühe. Alles glattes matt-weiß und nur form-follows-function Aussparungen für Anschlüsse oder die Kamera.

Das Innere

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Natürlich ist hier kein i7 oder ähnliches zu erwarten, etwas mehr als ein Intel Atom Z3735F hätte es aber trotzdem sein dürfen. Die Kiste verschluckt sich gerne schon bei leichten Aufgaben und schenkt nicht nur sich, sondern auch dem Besitzer eine Gedenksekunde um kurz über das Leben und Universum zu denken. Danach darf weiter gesurft werden. Aber auch das surfen hat sein Limit. Die Größe des Akkus ist nicht wirklich schlecht, leider rattert dieser aber auch im „Energie sparen“ Modus von Windows ordentlich runter. Also nicht die Einstellung zur Regelung des Prozessoreinsatzes, sondern wirklich der Punkt in der Startleiste der die Kiste schlafen schickt.

So kommt es, dass gerne mal kaum noch Ladung über ist wenn man die Kiste einen Tag lang nicht benutzt und sie nicht explizit herunterfährt. Das Problem kann man umgehen indem man angibt, dass der PC immer runterfahren soll sobald man die Klappe schließt – leider dauert das hochfahren dann auch immer wieder etwas Zeit und eigentlich möchte man ja prinzipiell nicht warten.

Die Bedienung

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…geschieht über Touchpad, Tastatur und Touch. Eine Bedienung per Stift ist nicht möglich, aber auch nicht nötig. Zumindest nicht zwingend. Das Touchpad ist leider wirklich etwas klein geraten (gut, sind halt nur 8,9″ die das Display hat) und kommt deswegen gelegentlich nicht mit. Manchmal klickt man ohne es zu wollen, oft führt man eine von Windows so verstandene Wischgeste aus und manchmal passiert auch einfach nichts. In diesem Fall muss man dann tatsächlich das Laptop einmal kurz schlafen schicken und dann wieder aufwecken, anschließend sind die Spackungen vorerst beseitigt und man kann munter weitermachen.

Auf der anderen Seite ist die Tastatur aber super. Super klein. Aber auch gut. Wenn ich Testgeräte bekomme, ersetzen diese in der Regel meinen „daily driver“. Im Fall Laptop ist das ein 15,6″ Riese, könnte also quasi der Vater vom Satelite Click Mini sein. Daher auch die harte Umgewöhnung, mal eben gut 7″ weniger ist schon ne Nummer, auch in Sachen Tastatur. Während ich sonst meine Finger reisen lassen muss um die Taste der Wahl zu finden, muss ich meine halb-wurstfinger beim Click Mini schon quetschen.

Aber hey, im Endeffekt bringt das nur Vorteile. Anfangs haut man ständig auf die falschen Tasten, später hat man aber de facto einfach einen kürzeren Weg zur nächsten Taste und kann so etwas schneller anschlagen. Ansonsten haben die Tasten einen guten Druckpunkt und konnten als tägliche Tipp-Matte gut herhalten.

Das Display

Wie schon gesagt, 8,9″ und IPS. Die Auflösung liegt bei 1.920 x 1.080 Pixel und bringt so definitiv genug PPI mit sich, auch für 2015 und folgende Jahre. Einen Markel gibt es aber, auch wenn ich nicht weiß ob Microsoft oder Toshiba für das Problem verantwortlich ist. Oft kommt es vor, dass besonders Icons und Texte zu scharf dargestellt werden. Das ist jetzt kein nicht-kaufen Argument, aber es ist halt auch nicht sonderlich cool.

Fazit

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Joa, geht so. Also alles in einem würde ich eher zu einem Chromebook raten. Das Click Mini ist halt für das was es kann etwas dick und für mich auch etwas zu klein. Dafür ist es super portabel. Aber auch für Zuhause ist die Kiste gut zu gebrauchen. Morgens/Abends im Bett oder auf der Couch – durch das kleine Display und die leichte Tastatur geht weder die Helligkeit noch irgendein Geklicke den Gästen auf den Sack. Meine Szenarien in denen ich die Kiste benutzt habe: Aufm Balkon zum schreiben, aufm Sofa zum surfen und im Bett zum schreiben & surfen.

Ich würde also sagen, dass es sich als mobile Schreibmaschine gut eignet, alles andere sollte dann etwas mehr kosten. Zu wenig Leistung und ein schwächelnder Akku, im Gesamtpaket aber gut für fast 300 Euro.

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Dustin

Star-Blogger, Multimillionär, Samsung Fanboy und beliebt - zumindest am Gegenteiltag. An den normalen Tagen lasse ich mich dann auf die Jungs von TechNews und AllAboutSamsung ein - ein Wandel zwischen Himmel und Hölle.