Teufel Move In-Ear-Kopfhörer im Test: Rot wie Blut

Teufel Move In-Ear-Kopfhörer im Test: Rot wie Blut

SONY DSCMitgelieferte Kopfhörer von Smartphones sind – gelinde gesagt – oftmals der größte Müll überhaupt und Hersteller würden gut daran tun, sie entweder ganz wegzulassen, oder wie HTC vernünftige Kopfhörer beizupacken und dafür den OVP bisschen anzuheben. Da aber mal wieder niemand auf mich hört, kommt man nicht drumherum sich auf eigene Faust Kopfhörer zu besorgen. Problem dabei ist, dass es  diese wie Sand am Meer gibt und somit die Entscheidung oftmals nicht leicht fällt. Deshalb lest ihr im Folgenden, was ich persönlich von den Teufel Move-Kopfhörern ( Straßenpreis: 69 € ) halte.

Design: Plastik für die Ewigkeit

Wie der Titel schon erahnen lässt, ist Rot die dominante Farbe der Teufel Move. Das komplette Kabel ist somit ziemlich auffällig gehalten und nur die Kopfhörer an sich, der Kabelteiler und die „Eingabeeinheit“ sind in schlichtem Schwarz oder Weiß gehalten. Für den normalen Alltags-Gebrauch halte ich die Teufel Move für ein wenig zu auffällig und ich wüsste überhaupt gar nicht mit was ich das kombinieren sollte. Die meisten meiner High Heels sind Schwarz und Schwarz auf Rot ist ziemlich 2012. Jedoch sei hier gesagt, dass es sich – wie der Name schon vermuten lässt – bei den Move um Sport-Kopfhörer handelt, womit das „knallige“ Design vertretbar ist, da man beim Sport eh immer scheiße aussieht. ( Habt ihr mal im Fitnessstudio euer Gesicht beobachtet?! ) Auf den Kopfhörern ist sehr dezent das Logo von Teufel ( ein simples „T“ ) platziert. Falls euch das nicht gefällt, könnt ihr euch ein Gucci-Logo ausdrucken und das einfach drüber kleben.

Was mir besonders gut gefällt: Das ganze Drumherum ist mehr als liebevoll gestaltet. Es geht damit los, dass eine extrem praktische kleine Transporttasche, die einen ziemlich stabilen und hochwertigen Eindruck macht, beiliegt. Weiterhin gibt es eine Rolle, in welchem die Ohr-Plugs gelagert werden. Hierbei kann man diese Rolle auch gleichzeitig zur Reinigung der Plugs nutzen. Dabei einfach mit Wasser füllen, schließen und gut durchschütteln. Smarter Move Teufel ( Wasn Wortwitz).

Zum Verpackungsinhalt gehört noch ein kleiner Adapter, falls die „Eingabeeinheit“ nicht richtig funktionieren will, aber dazu sage ich später mehr.

Insgesamt sind mir die Move etwas zu knallig, aber sie wirken hochwertig verarbeit, auch wenn sie ausschließlich aus Plastik bestehen. Für den Sport also mehr als ausreichend.

Klang: Wir brauchen Bass! Bass!

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Da ich ziemlich wenig Ahnung von Audio-Zeug und könnte jetzt irgendwas faseln wie: “ Ja, Höhen und Tiefen gut, Mitten sind scheiße.“, doch ich halte es für sinnvoller meinen ganz persönlichen Eindruck wiederzugeben.

Was mir gleich von Anfang an sehr stark aufgefallen ist, ist, dass die Move sehr ungewöhnlich klingen. Das liegt daran, dass meine bisherigen Kopfhörer relativ basslastig waren, was sich Teufel bei den Move geschenkt hat. Großer Vorteil daran: Man kann sehr klar und deutlich Stimmen und einzeln gespielte Instrumente heraushören. Insgesamt ergibt sich der Eindruck, dass die Klangdetails bei den Teufel Move sehr gut zur Geltung kommen. Großer Nachteil: Wer auf starke Bässe steht, könnte mitunter enttäuscht vom Klangbild sein.

Eine kleine Anmerkung. Falls ihr den mitgelieferten Adapter nutzen wollt, so könnte es durchaus zu Problemen kommen. Schalte ich den Adapter zwischen Kopfhörer und Smartphone so geben mir die Move nur noch vereinzelte Töne wieder. So sind dabei z.B. die Vocals völlig unterdrückt. Hänge ich den Adapter aber zwischen Smartphone und meine Bose-Kopfhörer, läuft alles ohne Probleme. Ist vermutlich auch kein Einzelfall, da bei mir das Problem mit zwei verschiedenen Adaptern und Kopfhörern passiert ist.

Tragekomfort: Ganz schön eng hier

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Da es sich hier um typische In-Ear-Kopfhörer handelt, müssen diese richtig in den Hörkanal gestopft werden, da sonst die Bässe völlig untergehen und die Kopfhörer wahrscheinlich auch aus dem Ohr fallen. Zwar gibt es 3 verschiedene Plugs mit dazu, wodurch die Move eigentlich in so gut wie jedes Ohr passen sollten, jedoch finde ich die Kopfhörern beim Tragen nicht sonderlich angenehm.

Das soll nicht bedeuten, dass ich sie störend empfinde, jedoch spürt man, dass sie da sind. Wie eine neue kratzige Unterwäsche. Jedoch habe ich schon immer Probleme damit gehabt, passende Kopfhörer zu finden und habe irgendwann zu Lösungen gegriffen, die in der Ohrmuschel liegen. Schwer zu beschreiben, aber die von Bose haben dieses „System“

Fazit: Gute Wahl für die richtigen Ohren

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Ich muss sagen, dass mich die Klangdetails der Move sichtlich überrascht haben, besonders zu dem verhältnismäßig günstigen Preis. Jedoch halte ich sie nicht für Universal-Kopfhörer. Ich denke, ob die Teufel Move eine gute Wahl sind, hängt davon ab, welche Musikrichtungen ihr hört, wie wichtig euch Bässe sind und vor allem ob euch die Dinger auch passen, oder ob ihr sie beim Tragen als unangenehm empfindet.

Wer jedoch für (Sport)Kopfhörer bereit ist die 70 € zu zahlen wird sicherlich viel Freude mit ihnen haben. Sind alle mal cooler, als die Dinger von Beats.

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Marcel

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