Mando Footloose IM im Test: Das kettenlose E-Bike

Mando Footloose IM im Test: Das kettenlose E-Bike

Es sieht aus wie ein Fahrrad, will aber keins sein. Das Footloose IM ist der Nachfolger des klappbaren Footloose (ohne IM) des koreanischen Autoteilezulieferer Mando und möchte die E-Bike Szene ordentlich aufmischen. Was daran so besonders ist und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt ihr hier.

Design

Das ist wohl ein Punkt, der jedem sofort ins Auge fällt. Das Mando  sieht zwar prinzipiell aus wie ein Fahrrad, allerdings sehr futuristisch. Das mag natürlich Geschmackssache sein, mir gefällt der geschwungene Alurahmen und der ganze Minimalismus aber sehr gut.

Was auch sofort auffällt: Eine Kette oder eine Art Antriebsriemen sucht man vergeblich. Das Footloose holt seine Power aus dem integrierten Generator, quasi eine Art Dynamo, der zwischen den Pedalen sitzt und vom Fahrer angetrieben wird. So produziert man während dem Fahren sogar noch Strom und der Akku muss nicht alles alleine erledigen.

Screenshot 6

Bei der ersten Fahrt war es zugegebenermaßen etwas komisch ins „Leere“ zu treten, aber genau da steckt die Absicht von Mando. Sie wollen sich abheben, keine Kette, keine fettigen Hände mehr, falls sie mal rausspringt, kein Öl und vor allem: weniger Anstrengung.

Denn der „Motor“ bringt ordentlich Power. Zwar ist die Geschwindigkeit auf 25km/h begrenzt, da man sonst einen Führerschein und das Rad eine Zulassung bräuchte, aber da würde wahrscheinlich wesentlich mehr gehen. Vor allem im Sport-Modus zieht das Footloose ordentlich an.

Einen einfachen Nachteil gibt es allerdings bei der ganzen kettenlosen Geschichte: Ist der Akku mal leer, könnt ihr treten soviel ihr wollt, ihr werdet nicht mehr von der Stelle kommen.

Verarbeitung

Screenshot 5

Hier gibt es wenig auszusetzen. Das Footloose ist von vorne bis hinten durchdacht und solide gebaut, vom Antrieb bis hin zum Lenker mit Kunstledergriffen.

Auch wer sein Baby mal reinigen möchte, muss sich keine Gedanken über eindringendes Wasser bezüglich der Elektronik machen, die Spaltmaße sind alle dicht, hier hat Mando gut mitgedacht.

Bedienung

display

Hier kommt das HMI (Human Machine Interface) zum Einsatz, also der eingebaute Bordcomputer.

Auf dem kleinen LCD-Display werden Euch alle wichtigen Infos wie Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke, Ladezustand des Akkus und sogar eine geschätzte Kalorienanzahl, die ihr verbraucht habt, angezeigt.

Screenshot 7

Bei den Modi könnt ihr zwischen Eco, Health, Normal und Sporty wählen. Bei allen 4 könnt ihr zusätzlich den Widerstand der Pedale einstellen, wie er Euch am Besten gefällt. So ist Health und Hard zum Beispiel sehr anstrengend, wohingegen man bei Sporty fast von alleine losfährt.

Akku

Der eingebaute Akku bringt Euch laut Hersteller um die 50-60 Kilometer weit. In meinen Tests bin ich durchschnittlich auf 45 Kilometer gekommen, das ist OK.

Screenshot 9

Ist der Akku mal leer, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ihr nehmt den Akku aus dem Rahmen und steckt ihn an das Netzteil, oder ihr verbindet das Rad direkt mit dem Aufladegerät, beides ist problemlos möglich, wobei man beim Herausnehmen des Akkus zuerst den Sattel abbauen muss.

Preise und Verfügbarkeit

Das Mando Footloose IM gibt es ab ca 2.600€ bei diesen Shops. Es ist in den Farben Rot, Weiß, Gelb/Grün, Dunkelblau und Dunkelgrau erhältlich.

Mein Fazit

Kurz und knapp: Den Preis finde ich etwas happig.

Zwar ist das Footloose zweifellos das Erste seiner Art und sticht in Verbindung mit dem futuristischen Design dadurch voll hervor, aber einen kleinen Abzug muss trotzdem anbringen: Der Bordcomputer wirkt nicht komplett durchdacht. Es funktioniert zwar alles, wie es soll, jedoch ist er meiner Meinung nach etwas lieblos am Bike angebracht, die Menüführung ist teilweise irreführend und das Display ist schon bei geringer Sonne unlesbar.

Im Großen und Ganzen muss ich jedoch meine Hut vor Mando ziehen. Die Koreaner setzen nicht nur auf eine zukunftstaugliche Antriebsart, auch mit dem Design wird man in der Stadt definitiv viele Blicke einfangen. Dennoch finde ich den Preis etwas hochgegriffen.

Was ist Euer Eindruck?

The following two tabs change content below.

Mario

Azubi, Technikallrounder und Autor für TechNews vom Chiemsee. Seit dem ersten iPhone in der Smartphone-Szene unterwegs und immer up-to-date.