LG 24EB23 Testbericht – 24 Zoll großer Office-Monitor mit FullHD

LG 24EB23 Testbericht – 24 Zoll großer Office-Monitor mit FullHD

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Standfuß, super cool fotografiert.

Heute habe ich mal einen Test abseits der Smartphones für euch: Den LG 24EB23 Monitor. Da wir uns ja generell mit allem beschäftigen was mit Technik zu tun hat, dürfen Monitore natürlich nicht fehlen. Außerdem habe ich mir vor ein paar Wochen einen Desktop-PC fürs Bloggen zusammengebaut und hab so gleich die Möglichkeit mal zu checken, was es so für Monitore gibt. LG war so freundlich mir einen TFT zur Verfügung zu stellen und ich werde euch jetzt also Stück für Stück erzählen, wie sich das Ding, welches rund 228€ bei Amazon kostet, seit 2 Wochen auf meinem Tisch macht.

Technische Daten des LG 24EB23

  • Display: TFT-LCD Aktiv Matrix mit White LED Backlight
  • Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
  • Bildformat: 16:10
  • Auflösung: FullHD 1920 x 1080 Pixel
  • Farbdarstellung: 16,7 Millionen
  • Helligkeit: 300 od/m²
  • Betrachtungswinkel: 178 Grad
  • Reaktionszeit: 5ms
  • Anschlüsse: Display Port, DVI-D mit HDCP, D-Sub, PC-Audio, USB 2.0 (2x)
  • Lautsprecher: Integrierte Lautsprecher – 2 x 1W – Stereo
  • Besonderheiten: Pivot-Modus (Bildschirm hochkant stellen), Kabel-Management

Das sind so die Daten, auf die ich auch selber achten würde, wenn ich mir jetzt Online einen neuen Monitor suche. Wer alles ganz genau wissen will, findet hier das Datenblatt. Im Folgenden will ich euch jetzt also mal meine ganz persönlichen Eindrücke mit dem TFT vermitteln, abseits von irgendwelchen abgefahrenen Testkellern, in denen ich mir Affen halte, die schauen, ob es zu epileptischen Anfällen kommt wenn man den Monitor ganz schnell aus und wieder anmacht. Für mich zählt nur, wie ich das Bild empfinde, ob das Ding geil aussieht und ob ich in Saints Row 4 Aliens das Gesicht wegschießen kann, ohne dass es Schlieren zieht. Dementsprechend findet ihr hier auch keine akkuraten Messzahlen zur Leuchtkraft, dem Blickwinkel oder dem Stromverbrauch.

Look & Feel – Damit bist du der Held im grauen Office!

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Der erste Schritt ist natürlich das Gerät aus der Verpackung zu holen. Die ist wie bei Fernsehern und Monitoren üblich einfach braun und hat ein Werbung für das Gerät drauf. Das ich mir schon gekauft habe. Keine Ahnung warum man das macht, aber vielleicht schaut sich der Postbote die Verpackung an und will dann auch so ein Gerät. Also den ganzen Transportschutz sorgfältig heraus genommen (Ist ja ein Testgerät, üblicherweise hantiere ich da wie ein 3-jähriger, DER DAS JETZT UNBEDINGT HABEN MUSS) und angeschaut, was da so in der Verpackung auf mich wartet. Übliches Zeug: Kurzanleitung, CD, Kabel, Standfuß und den Monitor.

Also fix den Standfuß ausgepackt, kurz bewundert und dann auf den Tisch gestellt. Hier fiel mir dann zum ersten Mal auf, dass das gar kein einfacherer schwarzer Monitor ist, wie ich ihn erwartet hatte. Nein, viel besser. Der hat eine coole Optik verpasst bekommen. Sieht aus wie gebürstetes Aluminium, fühlt sich auch so an, ist nur sicherlich keins. Das verleiht dem 24 Zöller gleich mal einen höherwertigen Eindruck und lässt diesen „Das ist nur ein Monitor für die Arbeit“-Gedanken sofort verschwinden. Standfuß hat sich auch nicht zu leicht oder zu schwer angefühlt. Also ab auf den Tisch damit, ausgerichtet und dann den Monitor ausgepackt, Schutzhülle entfernt und ab damit auf den Standfuß. Dazu einfach einrasten lassen, Sicherheitsöse ziehen und fertig. Danach noch den üblichen Kram erledigt und die Kabel angeschlossen.

Display – Bloggen, Rumexceln und Aliens das Licht ausknipsen, in guter Qualität

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Kommen wir zum Wichtigsten: Wie schlägt sich der Monitor im täglichen Gebrauch. Also in meinem speziellen Fall vor allem beim Bloggen, ab und zu Office-Shizzle für die Uni und auch mal eine Runde spielen. Ob die Reihenfolge so stimmt, lasse ich jetzt einfach mal im Raum stehen.

Den Rechner habe ich mir hauptsächlich fürs Bloggen zu Hause besorgt und dementsprechend liegt mein Fokus für einen Monitor nicht unbedingt bei der superniedrigen Latenzzeit sondern einer guten Farbwiedergabe und einem angenehmen Format. Und dabei schlägt sich der 24EB23 super gut. Das Format von 16:10 ist sehr angenehm wenn ich im Internet procrastinate, aber auch wenn ich etwas Produktives mache. Da der Monitor etwas höher ist als ein 16:9 Teil, muss ich nicht ständig scrollen und hab einfach mehr Platz, den ich sinnvoll nutzen kann. Für mein Gefühl werden auch die Farben ordentlich wiedergegeben und das Grün auf der besten Technik-Seite der Welt, ja, damit ist TechNews gemeint, sieht super knackig aus.

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Das selbe gilt dann natürlich beim rumexceln und wenn ich in Word meine Seminararbeit runter schreibe. Bisher konnte ich dem Monitor auch noch keine Schlieren entlocken, für den Gebrauch im Office ist er also schon mal bestens geeignet.

Kommen wir zu einem Punkt, der für einige von euch sicher eine große Bedeutung hat: Spielen. Ich hab bewusst nicht darauf geachtet, dass der Monitor perfekt für Gamer gedacht ist, da ich viel zu selten spiele und dann erst recht keine Ego-Shooter, wo man eine niedrige Latenzzeit braucht. Ich hab mir also mal eine Runde Saints Row 4 gegönnt und geschaut, wie der Monitor in dem Aufgabenbereich bestehen kann. Kurz und knapp: Soweit ich das beurteilen kann, gab es keinerlei Schlieren, egal wie schnell ich mich gedreht habe, weil der 12.000 Gegner hinter mir aufgetaucht ist. Also für den Casual-Gamer sollte dieser Monitor immer noch völlig ausreichen. Vermutlich auch für richtige Gamer.

Cool ist, dass im Monitor ein IPS-Panel verbaut ist. Deswegeb kann ich noch alles erkennen, selbst wenn ich fast seitlich vom Monitor stehe. Das ist insofern nützlich, dass ich am Arbeitsplatz quasi meinen Monitor nicht zu weit drehen brauche, um den Kollegen das neueste Katzen-Video zu zeigen und ich selber immer noch genug sehe, um ein „Ooooooor“ auszustoßen. Und wo wir gerade bei Videos sind: FullHD-Filme und Videos sehen auch gut aus.

Besonderheiten – Marketing vom Feinsten, leider negativ

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Als ich mir den Monitor aus der Liste von LG raussuchte, hab ich extra drauf geachtet, dass Boxen integriert sind. Mir ist zwar klar, dass Boxen in einem recht dünnen TFT nicht für den absoluten Hörgenuss sorgen, aber etwas mehr hatte ich mir dann schon erwartet. Bis der Monitor bei mir eingetroffen war, hatte ich übergangsweise einen 22-Zoller von einem Kumpel in Betrieb. Der war auch nicht sonderlich dicker, hatte aber ganz gute Boxen. Dementsprechend „hoch“ waren meine Erwartungen. Diese wurden aber leider enttäuscht. Der Sound war extrem blechern und nicht mal ansatzweise okay. Zumindest um Musik zu hören. Das macht man sicher auch nicht in einem richtigen Office, aber zu Hause höre ich dann doch gerne Musik, während ich blogge. Ihr sollte also bei den integrierten Boxen nicht zuviel erwarten.

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Ein weiterer Punkt, der mir erst aufgefallen war, als der Monitor bei mir war: USB-Anschlüsse. 2 Stück an der Zahl. Cool, dachte ich, brauchste dich nicht mehr bücken um den winzigen USB-Stick mindestens dreimal reinzufriemeln, bis er passt. Dazu liegt ein USB-Kabel bei, das in den passenden USB-In -Port am Monitor kommt und dann in einen normalen USB-Port am Rechner. Hab ich mich natürlich nicht lumpen lassen und ihn in einen freien USB 3.0 Port meines Rechners gesteckt. Das hätte ich mir leider sparen können, weil mein Rechner, mit einer Ausnahme, immer meckerte, wenn ich einen USB-Stick oder mein Handy angeschlossen habe. Zu wenig Strom um das Gerät in Betrieb zu nehmen, blablabla. Es ging nur mit der DSLR, die anscheinend eine eigene Stromversorgung mitbringt. Denn davon ist keine im Monitor verbaut für die USB-Schnittstellen. Damit ist das ganze ziemlich unbrauchbar für mich. Und meine externe Platte, die zwei so USB-Kabel hat, wurde zwar erkannt, kopierte dann aber nur mit grandiosen 70KB/s.

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Cool ist dafür das Kabelmanagement an der Rückseite. Einfach eine Plasteschlaufe, durch die alle Kabel kommen und dann in einem Strang weg vom Monitor führen. So hat man Ordnung am Arbeitsplatz. Zumindest hinter dem Monitor.

Diese 2 Punkte stören mich jetzt nicht besonders, sind aber dann doch irgendwie zu groß angepriesen in der Produktbeschreibung. Stereo-Sound, der Boxen überflüssig macht, sieht eindeutig anders aus. Und falls mir jemand einen sinnvollen Einsatz von USB-Anschlüssen im Monitor ohne eigene Stromversorgung verraten kann, soll bitte vortreten.

Fazit – Guter Monitor für die Arbeit und für Zuhause

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Für meinen Einsatzzweck ist der Monitor perfekt. Ich nutze externe Boxen und habe selten USB-Sticks oder Platten im Gebrauch. Dadurch kann ich die negativen Punkte verschmerzen. Auch den Preis von etwa 228€ finde ich in dieser Kategorie durchaus ok für diese Größe. Der Monitor steht stabil auf dem Tisch und wackelt nur selten. Außer ich bearbeite die Tastatur gerade etwas zu heftig oder wackel mit den Beinen rum. Wer also aktuell auf der Suche nach einem guten Monitor mit 24 Zoll ist, mit dem man vor allem angenehm arbeiten kann und auch mal das ein oder andere Spiel spielen möchte, kann getrost zugreifen!

Wenn ihr den Fernseher, aufgrund dieses überaus coolen Testberichtes, über die Box oben drüber kaufen solltet, bekommt TechNews eine kleine Provision. Damit unterstützt ihr unseren Kampf gegen die Ausrottung von Dinosauriern!

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Philipp

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