Ich habe mir ein Ubuntu Phone besorgt und könnte kotzen. Mein Test

Ich habe mir ein Ubuntu Phone besorgt und könnte kotzen. Mein Test

Android und iOS dominieren den Markt schon länger als es Bibis Beautypalace und Dagi Bee erlaubt ist länger als bis 21 Uhr draußen zu bleiben. Ich habe lange auf etwas Änderung gewartet – also was die mobilen Betriebssysteme angeht. Schließlich konnte ich schon einiges miterleben: Windows Mobile (nicht Windows Phone), Symbian, Android und auch iOS konnte ich ausgiebig testen.

Mit Android kam ich dann auch auf die Idee mal in das System einzugreifen und einfach mal eine ROM zu installieren. Die Beweggründe waren teilweise neue Funktionen, hauptsächlich aber das umgekrempelte System und die bessere Leistung. Ähnliches habe ich mir auch erhofft als die ersten Gerüchte zu einer mobilen Abkopplung von Ubuntu an die Oberfläche kamen – leider ein Schuss in den Ofen.

Von BQ habe ich das Aquaris E4.5 Ubuntu Edition zugesendet bekommen. Erster Eindruck: „Joa, ist halt Mittelklasse“. Aber es geht ja gar nicht um das Gerät selbst, das ist nicht der schuldige. Mein kleiner Rant / Test bezieht sich absolut auf das Betriebssystem von dem ich mir so viel erhofft habe.

Der Anfang

Fangen wir also ganz vorne an, das booten. Das dauert hier natürlich etwas länger, die Spezifikationen sind ja nur im mittleren Feld angesiedelt. Kurz alles einrichten, blablabla. Dann steht man schon mitten im System. Ich schätze an Android besonders den offenen Start. Man entsperrt sein Gerät und hat einen Homescreen den man ganz nach eigenem Gusto designen kann. Widgets, Apps und Hintergründe.

Die Scopes

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Bei Ubuntu hat man eher den Eindruck, dass man schon mitten in einer App steckt. Der „Hintergrund“ ist nüchtern grau/weiß und die bei Android mit Widgets und Symbolen geschmückte Startansicht ist hier dann mit einer unschönen Uhr und Erinnerungen an verpasste Anrufe, SMS und kommende Termine geschmückt. Funktional aber nicht schön. Die Seiten des Homescreens heißen übrigens „Scopes“.

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Auf dem nächsten Scope geht es dann um Wetter, Informationen und Neuigkeiten aus der Umgebung. Um das nutzen zu können muss der Ortungsdienst angeschaltet sein. Den habe ich aber grundsätzlich aus. Nicht, weil ich befürchtet dass die Merkel mich verfolgt – aber es saugt halt ziemlich viel Akku. Der Punkt fällt für mich also aus.

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Nächste Seite: Apps und allgemeine Funktionen. Telefonpad, SMS, Kontakte, Kamera und blabla. Dazu dann einige Apps die man sich aus dem Ubuntu Store laden könnte. Normalerweise nutze ich das Angebot natürlich gerne, leider ist das Angebot von Ubuntu aber scheiße.

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Bevor ich mich beim Store anmelde, wollte ich also mal die bereits installierte Twitter App ausprobieren. Das Ergebnis: Eine Web Ansicht. Nicht mehr nicht weniger. Im Endeffekt ein Lesezeichen für den Browser mit eigenem Icon. Danach hatte ich keinen Bock mich irgendwo anzumelden.

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Nächster Bereich: „Nachrichten“. Hier könnt ihr frei aus großen Magazinen auswählen die euch mit News beliefern sollen. Deutsch, Englisch, Spanisch. Alles durcheinander.

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Jetzt kommt „Musik“. Zufällig durcheinander gewürfelte Musik. Wahrscheinlich das was gerade beliebt ist. Dazu ein paar SoundCloud Links. Könnte interessant sein – wenn man es personalisiert. Allerdings nutze ich aktuell Google Play Music, ich bezweifle dass Ubuntu da was passendes für hat.

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Jetzt kommen wir endlich bei den Fotos an. Gelistet werden die Fotos die ich aufgenommen habe (zu dem Zeitpunkt lediglich Screenshots) und ein paar FlickR Fotos. Schön und gut, allerdings auf der mittlerweile 7. Seite. Wer scrollt schon so weit für die paar Fotos?

Das waren die Scopes, jetzt geht es zum System. Um auf die nächste Seite zu komme müsst ihr von der Mitte des Screens nach links bzw. rechts wischen. Holt ihr zu weit aus, kommt ihr zu den Shortcuts oder zu der Task Übersicht.

Die Task Übersicht öffnet ihr indem ihr von rechts nach links wischt, ein Wisch in die andere Richtung öffnet die links angedockte Leiste voller Apps die ihr selbst konfigurieren könnt. Das sind quasi alle Bedienelemente für Ubuntu, konkrete Navigationsbuttons wie man sie von Android (oder durch den Home Button auch von iOS) sucht man vergebens.

Fazit

Puh, eigentlich habe ich keine Lust mehr mich mit etwas so langweiligen zu beschäftigen. Ubuntu ist für mich nicht mehr und nicht weniger als Symbian. Es gibt Apps, im Grunde könnte man aber ohne Verluste auch auf die Web-Ansicht zurückgreifen. So kann man sich wenigstens einen weiteren Account ersparen.

Meine abschließende Meinung: Handys mit Ubuntu als OS sind Featurephones – keine Smartphones. Zu guter letzt noch ein Ubuntu Symbolfoto, entstanden im Alltag:

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Dustin

Star-Blogger, Multimillionär, Samsung Fanboy und beliebt - zumindest am Gegenteiltag. An den normalen Tagen lasse ich mich dann auf die Jungs von TechNews und AllAboutSamsung ein - ein Wandel zwischen Himmel und Hölle.
  • Gast

    Ubuntu ist zur Zeit definitiv nur für Enthusiasten und Fans. Die Software ist nicht ausgereift und es hakt noch an allen Enden. Das System wird irgendwann eine Alternative, wenn der Konvergenzmodus ( Linux Apps auf dem Handy )funktioniert. Leider wird das mit dem Aquaris 4.5 nicht lustig weil der mini HDMI Anschluss fehlt und die Hardware viel zu schlecht ist.
    2016 im April soll ein von BQ extra für dies entwickelte Hardware auf den Markt kommen.Da wird sicher nicht viel richtig funktionieren, weil die aktuelle Entwicklerversion noch diverse schwere Fehler enthält.
    Und sollten die Fehler ausgeräumt werden hast dann halt auf dem Bildschirm die bisher schäbigen Ubuntu Touch Apps…

    Theoretisch kannst du jetzt schon eine USB Maus und eine Tastatur an dein BQ anschließen und die Software schaltet in den Desktop Modus ( auch das funktioniert noch nicht richtig… )

    Es ist auch möglich mit Tricks und Hacks Ubuntu Software vom Desktop zu installieren, aber mit der Hardware des Aquaris macht das ganze einfach keinen Sinn.

    Für noch größere Enthusiasten empfiehlt sich das nicht ganz billige Nexus 4. Dort funktioniert der Kovergenz Modus ganz passabel. Hier muss dann die Installationshürde genommen werden. Am besten du testest das ganze System einfach nochmal Mitte 2017. Sollte da der Konvergenz Modus funktionieren und sich die Software vom Desktop ohne gefrickel installieren und deinstallieren lassen hätte das System definitiv eine Funktion die Android und Ios (noch) nicht hätte….

    Kurz und Gut: Der durchschnittliche User ( also 99% ) sollte noch einfach die Finger vom Ubuntu Phone lassen.

    PS.: Die Scopes kann man ordnen und anpassen….

    • Gast

      PS2.: Normalerweise ist die Anwendungsscope der Startbildschirm…
      aber das ist dir wahrscheinlich auch schon wurscht…
      Und das Softwarecenter ist auch noch nicht ausgereift so das es sinnvoll ist auf die app uappexplorer (ein link zu https://uappexplorer.com ) zu greifen….
      Wie gesagt teste das System doch einfach 2017 nochmal.
      Immerhin kann man auf dem System mit doch geringen Programmierkenntnissen eine App erstellen und doch recht schnell im Softwarecenter verteilen. Hier könnte sich also noch was tun…

  • Der Cosmic Yes

    Ah, hier bekommt wohl jemand für jedes „Scheiße“ für alternative Systeme 50 Euro von Google oder Samsung. Geh wieder spielen!

    • sd

      Was nützt all der Idealismus, wenn es nicht gut ist. Viel Mühe wenig Ertrag. Ökonomisch eine vollkommene Katastrophe.

      • Johannes

        Mit Ökonomie hat das Ganze nun so wirklich GAR nichts zu tun. Es geht hier um viel mehr als „ökonomisch“ zu arbeiten. Zusätzlich sollte bedacht werden, dass bei der geringen Menge an Förderung und Geldern, die dem Projekt zur Verfügung stehen (im Vergleich zu Betriebsystemen wie iOS und Andriod) wohl kaum von einer vollkommenen ökonomischen Katastrophe die Rede sein kann.

  • Léonard Hansen

    iOS wurde ab 2005 entwickelt. Vor 10 Jahre
    Androids Entwicklung begann 2003. Vor 12 Jahren.
    Ubuntu Touchs Entwicklung hat hat 2013 begonnen. Vor 2 Jahren.

    Wenn man sich die Entwicklung anschaut kann ich mir schlecht vorstellen, dass iOS und Android da mithalten können.

    Achso die zahlen der iOS und Android Entwickler im vergleich zu Ubuntu Touch habe ich leider nicht parat. Das würde mich auch sehr interessieren 😉

    Viel Spaß!

    • dfs

      Hier geht es doch nicht darum, wie fleissig jemand gewesen ist. Am Ende zählt das Ergebnis und da ist es eben vergleichsweise suboptimal. Ob da jemand aus Idealismus oder sonstwas dran gesessen hat ist mir am Ende egal. Wenns gut ist, nehm ichs, wenn nich, Pech.

  • Gast

    Ubuntu Touch ist genauso unausgereift wie das Konkurrenzprodukt Firefox OS. Halbfertiges System in bescheidener Hardware.

    Ich verstehe nicht, warum man sich nicht zuerst auf die Software Seite fokussiert das System permanent entwickelt und besser macht. Erst danach sollte man die Lizenzierung angehen. Hardwarepartner bzw. Auftragsfertiger kann man sich im Rahmen der Lizenzierung ranholen.

    Ubuntu Touch und Firefox OS sind nicht durchweg schlecht, aber die Projekte werden nicht konsequent genug angegangen und mangelhaft umgesetzt.

  • Georg

    Ich habe den Eindruck, dass deine „Test“ doch eher oberflächlich war und dich das Thema wohl auch nur mäßig interessiert. Man merkt halt, dass bei dir andere Dinge im Vordergrund stehen als bei denen, die schon seit Jahren auf ein völlig offenes OS für Smartphones warten. Das ist total okay, wird Ubuntu Phone aber eben wohl auch überhaupt nicht gerecht.

    • Dirk

      Das kann ich nur unterstreichen. Derzeit ist das uPhone für die die sich vor mit Linux auskennen. Doch schon bald glaube ich wird es auch für eine breite Masse eine interessante Alternative. Derzeit ist es wirklich noch nicht ausgereift, war beim iPhone und bei Android aber genauso. Aber das wird die Mehrzahl der derzeitigen uPhone-Nutzter nicht stören. Denn Sie verstehen welche Arbeit und Entwicklung darin steckt.

      Kleiner Tip, für dein ach so schlechtes BQ E4.5. Du kannst ganz einfach aus deinem uPhone ein Android machen. Infos dazu bekommst du bei BQ. Dann hast du deinen Androideinheitsbrei und musst dich nicht mehr übergeben ;).

      Einer der sein uPhone fleissig nutzt und mit den Wehwehchen lebt.

      • Tee Eff

        WUNDERBAR !

  • wir so ein blackberry fanboy

    Was mit BlackBerry 10 os? Ich finde das killer!

  • Sven Friedrichs

    Moin, also ich kann ganz gut mit dem Aquaris 4.5 Ubuntu arbeiten. Allerdings hatte ich zuvor auch nur ein nicht web-fähiges Nokia Handy. Mit den Web-Versionen von GMX und Doodle habe ich keine Probleme. Die Bedingung empfinde ich als zügig und durchdacht.

  • Gast2

    Du hast was falsch gemacht. Ein Handy ist um zu telefonieren da. Nicht um etwas Schönes zu „schmücken“.

  • motilsky

    Komisch, dieser „Affekt“ kommt mir doch arg bekannt vor… Da Convergence auf dem MX4 offiziell nicht mehr unterstützt wird, kommen auch noch einige dazu. Seit OTA-10 ist das Teil dafür zumindest sehr viel flinker geworden und massivere Pannen und Abstürze treten weniger auf – könnte aber auch daran liegen, dass ich es nun wenig benutze.

    Das mal die Drittanbieter-Apps zicken stört mich weniger, aller Idealismus von Entwicklern ist allerdings vergeblich, wenn das OS schon Murks ist, war das bei Windows ganz früher nicht auch mal so? Egal, ich hatte vorher kein Smartphone und wollte nur ein solches, das mit „Ubuntu Phone“ jahrelang versprochen wurde. Bis jetzt war das leider immer noch eine Scheissidee. (Ich war übrigens noch mit keinem meiner PCs seit immerhin 1999 mit Windows im Web, sondern nur mit Linux und so wollte ich es auch weiter halten)

  • moti

    Es sollte noch unbedingt erwähnt werden, auch wenn es bei wahrheitsgemäßer Kritik zu Ubuntu Phone ganz offensichtlich gängig ist zu zensieren und auch, wenn einem von selbstgekrönten Inquisitoren Hasstiraden entgegenschlagen:

    Mit nunmehr OTA-11 (zumindest MX4) ist selbst die Hotspot-Funktionalität verschwunden, auch als solcher ist das Teil nun nicht mehr zu gebrauchen, nachdem seit OTA-10 null Convergence zu erwarten ist. Als nächstes kann eigentlich nur noch die mobile Datenverbindung ausgeknipst werden, dann ist das Teil restlos zum Briefbeschwerer degradiert!!!

    Da keiner, der sich auch noch so bekifft oder unfähig beim Entwickeln anstellt, so etwas versehentlich veröffentlicht, MUSS es Vorsatz sein!
    Als Linux-Nutzer seit 1999, der seitdem mit keiner seiner Windowsinstallationen auch nur 1 Minute im Netz war, sondern ausschließlich Linux dafür genutzt hat (allerdings zuvor nicht Ubuntu), kann ich nur jedem, der auch nur die geringste Tendenz verspürt, ein Telefon mit Ubuntu-Phone zu nutzen, allerdringendst davon abraten – es war die bislang sinnloseste und ärgerlichste Invenstition meines Lebens!!! — Dies wird von einem Notebook mit Surfstick realisiert…

  • Gast007

    Ich versteh nicht was ihr für Probleme habt. Ich hab das gleiche Smartphone von Anfang an und nie damit Probleme gehabt. Es kann telefonieren, Fotos und Videos machen. Internet funzt super und sämtliche Apps machen keinerlei Probleme. Tastatur und Maus dran und schon isses n kleiner PC. Schnell Terminal und Dateimanager draufpacken. Wunderbar. Geiles Telefon…

  • Zwulf

    Gut, dass ich Ubuntu Phone auf meinem Nexus 7 (2013) testen kann (dual boot mit MultiROM). Komme zu dem gleichen Ergebnis (auch wenn ich die Formulierungen im Artikel nicht begrüße, inhaltlich aber zustimme).
    Alles wirkt ziemlich billig und schon auf den ersten Blick unausgegoren. Die Oberfläche benötigt m.E. ein starkes Re-design und zwar von Grund auf. Das ganze System fühlt sich an wie eine Webseite und die „Apps“ wirken aufgesetzt, wie Beiwerk, was von den unzähligen Web-Apps nur noch verschlimmert wird.

    Ob dieses System jemals auch nur den geringsten Erfolg haben wird, wage ich zu bezweifeln, angesichts dessen wie lange Canonical schon daran rumschraubt – und das ohne die gröbsten Design- und UI-Schnitzer auch nur zu versuchen auszubügeln.

    Schade eigentlich, hatte mir davon viel erwartet als langjähriger Linux-Nutzer (mittlerweile nicht mehr Ubuntu sondern Arch). Da ja nun schon einige Jahre ins Land gegangen sind und das System sich gefühlt fast gar nicht entwickelt hat, sehe ich für dessen Zukunft schwarz.
    Ein Handy mit diesem System würde ich mir jedenfalls nicht zulegen.

  • ItsMe

    Also ich für meinen Teil der sich bisher vehement gegen iOS, Android und ähnlichem gewehrt hat…..

    (Warum schreibe ich das? Damit klar wird das ich diese Systeme bisher nie benutzt habe!)

    …..nutzt nun seit Anfang 2015 Ubuntu. Zunächst auf einem geflashten Nexus4 dann auf einem MX4 und nun aktuell auf einem MX5 Pro.

    Es ist nicht alles Gold was glänzt aber ich komme super damit aus. Für mich, der nie etwas anderes kannte, ist das System einfach nur klasse. Und ich benutze es täglich sowohl Privat als auch beruflich. Es hat seine Macken aber das kleine Ubuntu Entwicklerteam versucht dem nachzugehen.

    Ich habe die Tage den Test andersherum gewagt und mich an dem iphone meiner Dame versucht und habe es nach 2 Stunden völlig genervt zurück gegeben.

    Das heisst aber noch lange nicht das ich das iphone als „scheisse“ oder „ich könnte kotzen“ betitel.

  • Ma Ka

    Hi,
    ich bin schon lange Ubuntu-Nutzer und habe mir das Aquaris E5 vor einigen Monaten „spendiert“.
    Die Gründe waren und sind vielfältig:
    – ich nutze mein Mobilfone nicht als „Spielzeug“ und auch nicht als „Ersatz-Desktop“. Der Desktop ist weiter mein „Hauptwerkzeug“

    – wie die Oberfläche meines Mobilfone aussieht ist mir Jacke wie Hose, ich bin kein „Klickibunti“. Wenn ich mir ein schickes Design mit dem weiteren Verlusst meiner ohnehin engeschränkten Privatspäre erkaufen muss, brauche ich die „Bunties“ nicht.

    – Ubuntu ist natürlich in der Linuxwelt nicht unumstritten, also man muss auch hier aufpassen. Dennoch lassen sich nach kurzer Lernphase ALLE unerwünschten Dinge wegschalten. Das unterscheidet es von meinem zweiten Smartphone ALE-L21 mit Android grundsätzlich. Hier muss man viel probieren um letztlich die Suchmaschine zu ändern.

    – ich mag GOOGLE in der Zwischenzeit genau so wenig wie „Winzigweich“, eher empfinde ich diesen Koloß als noch gefährlicher.

    – Alle Hersteller begleiten ihre Android-Smartphones nur relativ kurz mit Updates und dann kann man die Dinger „entsorgen“. Das ist nicht mein Ding und ich bin kein Frickelfan.

    So, und nun noch zu meinen Erfahrungen mit dem Mobiltelefon.

    Ich überaus zufrieden mit dem „Handling“ dieses Smartphones
    und ja, akzeptiere die ziemlich eingeschränkte Zahl an Apps.
    Mir geht es 5m am Arsch vorbei, wenn ich keine LIDL oder OBI-App intallieren kann, eher im Gegenteil.
    Ich möchte gern mit meinem Smartphone telefonieren und ggf auch mal im www nachschauen. Fotografieren ist ein gutes Ding und einen kleinen Film aufzeichnen auch. Ein Diktat aufzeichnen geht auch, ein Tagger ist da und ein gut funktionierendes Navi auch.
    Und nun noch etwas Wichtiges, jedenfalls für mich:
    Auch mit eingeschalteter Navigation kann man mit Batterie bis zu 6h unterwegs sein, ohne nachzuladen. Das ist nicht schlecht.

    Mein Fazit:
    Ich freue mich, dass ich es habe und bin vom „kotzen“ meilenweit entfernt.
    Eben nichts für Leute, die ihre Privatspäre gern für bunte Glasperlen verkaufen.
    Lieben Gruß
    Martin

    • motilsky

      Tja, nichts von dem, was Du Dir wünscht, geht mit diesem „Briefbeschwerer de luxe“ richtig, irgendwas fällt immer genau dann aus, wenn man es wirklich mal braucht – und ich kann mittlerweile bei weitem nicht mehr so viel fressen, wie ich kotzen will, mit der Gurke…!

  • motilsky

    Die Hotspot-Funktion ist seit dem letztem Update auch nicht mal mehr halb oder viertel funktioniell, über Dekko braucht man gar nicht mehr diskutieren! Eines steht spätestens jetzt unverrückbar fest:

    Ubuntu Phone is the ultimate way to turn a fully operative Hardware, including it’s user, to a single Steven Hawking, who’s left prisoned and isolated with his genius ideas!

  • wurstschnitte

    Depp der zu Blöd ist für Linux sollte die Finger von lassen.

  • Wer Gründe finden möchte, das System schlecht zu reden wird immer welche finden.
    Es sieht nicht aus wie Windows, es funktioniert nicht wie Android, es lässt sich nicht wie iOS bedienen… Mann muss umdenken. Das kann ja nicht gut sein.

    Wichtig ist mal zu verstehen, dass Ubuntu keine Kopie eines bisher bestehenden Smartphones oder anderen System sein möchte. Es ist eine komplette Neuentwicklung, die Marc Shuttleworth mit seinem privaten Geld finanziert.
    Das Konzept dahinter finde ich riesig.
    Kurz Ein Betriebssystem, das auf allen Geräten nutzbar ist. PC, Smartphone, Tablet und auf denen die jeweils gleiche Software installiert werden kann und das jeweilige Gerät kann auch als Desktop PC, oder mobiles Smartphone/Tablet benutzt werden.
    Man hat sein Smartphone, schließt es an einen Bildschirm an, mit Tastatur und Maus und hat einen vollständigen Desktop PC.

    Das sollte auch einem weniger begabten klar sein, dass so eine Entwicklung nicht in ein paar Monaten machbar ist.

    Ich habe das erste BQ Phone mit Ubuntu Touch kurz nach Markteinführung gekauft und bin begeistert, wie es Fortschritte macht.
    Ich habe auch ein Ubuntu Tablet, welches man über HDMI mit einem Bildschirm verbinden kann. Es funktioniert riesig.

    Es ist ein noch nicht fertig entwickeltes System, daher wird es auch nicht auf dem Markt beworben. Schon mal aufgefallen, dass man keine Werbung irgend wo für Ubuntu Touch Geräte sieht?
    Nämlich genau aus dem Grund, dass keine unwissenden DAUs sich so ein Gerät kaufen und dann ab lästern, dass es nichts taugt, weil sie das System nicht verstehen und nicht bedienen können.
    Es ist noch nicht fertig entwickelt und nicht bereit für den Consumer Marlt.

  • Basti

    Da soll sich nochmal einer bei Windows Phone beschweren…