HTC One M8 im Test: Direkt mal ausgepackt und angepackt

HTC One M8 im Test: Direkt mal ausgepackt und angepackt

Juchei, ein neues Anbaxing! Ich hab mir von HTC mal ein One (M8), also das neuere Gerät der Reihe, zuschicken lassen und habe nach gut zwei Wochen mal die Zeit gefunden, euch ein wenig von dem Gerät zu berichten.

Das One wurde gegen Ende März 2014 vorgestellt und hat also schon ein paar Tage hinter sich. Eigentlich ist das kein großes Ding, aber in der Welt der Smartphones ist es halt wie bei den Hunden – die Zeitrechnung ist da viel schneller. Nun ist das One (M8) also schon gut 9 Hundejahre alt (laut Hunderechner) und trotzdem darf es noch mit der ähnlich alten High-End Konkurrenz von LG, Motorola und Samsung im Sandkasten spielen.

Technischen Daten

  • 5″ LCD Full-HD Display
  • Qualcom Snapdragon 801 (4 x 2,3 GHz)
  • 2 GB RAM
  • 16 GB internen Speicher
  • MicroSD-Slot
  • Android 4.4.4
  • 2.600 mAh Akku
  • 146,4 x 70,6 x 9,4 mm bei 160 Gramm

Jetzt saß ich also hier mit meinem Galaxy Note 3 und bekam das One quasi in die Hände gedrückt – von Plastik zu Aluminium. Ein großes „WoOoOoOoOoW“ Gefühl blieb aber aus.

Innere Werte

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Was soll ich großartig sagen? Das Gerät hat fast die aktuellsten Chips verbaut und von daher hab ich auch keine großen Tests mit grafikintensiven Spielen gestartet – ich kenn‘ die Power ja aus’m Note. Das Gerät fliegt flüssig durch’s Menü und weil ich möglichst lange auskommen möchte, habe ich sogar immer den Energiesparmodus an.

Eines muss man aber hervorheben: der Empfang! Shit, wo ich bisher auf’s surfen verzichten musste und mich sehnlichst auf meine Ankunft im heimischen Wlan freute, sitz ich jetzt grinsend mit dem Metallmonster in Bus und Bahn weil die Bilder von 9gag endlich auch in nicht gut abgedeckten Ortschaften schnell laden.

Äußere Werte

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Bääm, Metall – in ya face! Ich komme ja wie gesagt vom absoluten Plastikfabrikanten und hatte ehrlich gesagt noch nie ein Smartphone (früher auch Handy genannt) mit großartigem Metallanteil in meinem Besitz. Aber es ist halt doch langweilig. Es hat zwar eine angenehme Kühle, allerdings sammeln sich die Kratzer da wie die Pest und außerdem hat man keinen allzu guten Griff.

Gut ist aber die Form des Gerätes! Nach außen hin werden die Seiten schön schmal und irgendwie fühlt sich das total geil an. Es liegt einfach super in der Hands – wenn nicht das „rutschige“ Metall hier wäre.

BoomSound

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Wat? Boom? Wer? Naja, Boom ist wohl das falsche Wort. Die Lautsprecher bieten zwar vor allem durch den Stereo Sound ein viel besseres Gesamtpaket (von dem ich beim Note träume), allerdings nehme ich Werbung in Testberichten gerne wörtlich und messe das gegebene dann auch gerne daran. Tatsächlich klingen die Lautsprecher des One (M8) besser als die aus anderen Smartphones, aber großartig vermissen werde ich hier nichts.

Aber auch in der Software gibt es noch eine BoomSound Option, und zwar für die Kopfhörer. Hinter dem Namen verstecken sich keine besonderen Regler oder Equalizer, sondern einfach nur ein an/aus Knopf. Der damit aktivierbare Sound ist aber wohl eher nur was für Beats Solo Besitzer die halt mal 130 Euro für ziemliche Kacke ausgeben anstatt die Marke mal links liegen zu lassen und etwas halbwegs anständiges mit ihrem Geld anstellen.

Duo Camera

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Das Thema der letzten Jahre ist wohl die Kamera. Zuerst ging es darum immer möglichst viele MP auf den Sensor zu bekommen, jetzt geht der Trend eher in Richtung Lichtempfindlichkeit und die Geschwindigkeit beim Auslösen.

HTC geht hier einen etwas anderen Weg und setzt auf „Ultrapixel“ und eine zweite Kamera um Tiefeninformationen einzufangen. Das klappt sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ganz gut, aber mehr als „gut“ kann man auch nicht sagen. Die 4 Ultrapixel sind für den Verbraucher im Endeffekt 4 MP die etwas mehr Licht einfangen – ja, 4 Megapixel! Da hatte mein Nokia N95 von damals mehr.

Guckt man sich die Fotos auf dem Handy an dann sind die geil, sobald man aber zoomt oder das Bild auf einem größeren Display betrachtet wird es eher matschig. Man hat halt deutlich weniger Pixel die eingefangen werden und das ärgert schon hart. Cool ist aber der Blitz, sind nämlich zwei verschiedene. Der eine ist der typische LED Blitz wie man ihn von Smartphones kennt und der zweite ist ein eher warmer LED Blitz – zusammen ergibt das einen schönen Ton auf Fotos in dunklen Räumen.

Software

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Nochmal bäääm – aber irgendwie auch näääää. Mit Sense hat HTC auch schon seit Ewigkeiten eine eigene Oberfläche die man sogar schon bei Windows Mobile 6 (oder so) über das eigentlich Interface legte. Seit dem hat man viel entwickelt und viel richtig gemacht – hängt aber hier und da ein wenig zurück. Wie auch bei Samsung hat man beim Wisch nach Links einen Feed eingebaut den man mit den gewünschten Quellen füttern kann und anschließend immer schön auf dem Laufenden bleiben kann.

Aber das ist für mich Nebensache, für TechNews zum Beispiel benutze ich eh die dafür vorgesehene App. Wichtiger sind für mich Sachen wie die Statusleiste die auf der eigentlichen Seite keine Einstellmöglichkeiten hat. Selbst wenn keine Benachrichtigungen vorhanden sind werden nicht automatisch die Einstellmöglichkeiten anzeigt. Als nächstes wäre dann der App-Drawer: kein Hintergrund wählbar – voll 2011. Insgesamt am gravierendsten für mich ist aber wohl die Tatsache, dass es nicht wie bei Samsung und LG die Möglichkeit gibt, zwei Apps gleichzeitig offen zu haben.

Aaaaaaber absolut bääääm – also so wirklich wirklich – ist die Möglichkeit das Gerät durch zweimaliges Tippen auf das Display zu aktivieren – wie lange habe ich Nokia Besitzer um dieses Feature beneidet? Wer nicht tippen möchte kann auch einfach von unten nach oben Wischen. Auch von den Seiten aus könnte man zur Mitte des Displays wischen, allerdings kann man die dadurch gestarteten Apps nicht frei wählen – sucks.

Sonstige Punkte

Zwischendurch fallen ja auch immer mal wieder Sachen auf, die man in einem Test keiner Kategorie zuordnen kann und somit im Nichts verschwinden. Nicht bei mir! Als erstes wäre hier wohl die Perforierung vorne oben und unten zu erwähnen. Hier sammelt sich gerne Staub und wenn man nicht aufpasst und das Gerät mit der Front auf z.B. einen nicht sauberen Tisch legt, hat man schnell irgendwelche Krümel oder Fussel in genau diesen Perforierungen hängen.

Des Weiteren ist im Lieferumfang einfach mal kein Ladeadapter dabei. Klar hat heutzutage eigentlich jeder so ein Ding zuhause rumliegen, aber das ist doch irgendwie doof wenn man keinen mitgeschickt bekommt. Die Qualität der Kopfhörer ist, so wie bei eigentlich allen mitgelieferten Kopfhörern, nichts Besonderes.

Fazit

Das Ding ist halt super. Wer auf der Suche nach einem nicht allzu großen High-End Gerät ist, kann hier wohl ohne Sorge zuschlagen. Allerdings muss man auf bestimmt Features, die andere Hersteller mit sich bringen, verzichten. Der Sound ist deutlich besser als bei anderen Smartphones, dafür gefiel zumindest mir die Kamera nicht so besonders. Allerdings hat man wie auch beim neuen iPhone die komplette Rückseite aus Aluminium – das ist allerdings ein ziemlicher Kratze-Magnet (sieht man auch auf den Bildern).

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Dustin

Star-Blogger, Multimillionär, Samsung Fanboy und beliebt - zumindest am Gegenteiltag. An den normalen Tagen lasse ich mich dann auf die Jungs von TechNews und AllAboutSamsung ein - ein Wandel zwischen Himmel und Hölle.