HTC Desire X Testbericht

HTC Desire X Testbericht

SONY DSCDa ihr sicher nicht nur Interesse an den größten, tollsten und teuersten Smartphones habt, testen wir für euch natürlich auch die Einsteigermodelle. Die zeichnen sich damit aus, dass der Preis natürlich sehr viel niedriger ist, dafür aber dann logischerweise auch die Technik etwas darunter leiden muss. Das muss aber nicht unbedingt heißen, dass die Geräte Schrott sind. Das konnten wir zum Beispiel beim Huawei Ascend Y300 Testbericht feststellen. Und jetzt schauen wir mal, ob das Desire X von HTC, das derzeit 190,59€ bei Amazon kostet, sein Geld wert ist.

HTC Desire X

Technische Daten

  • Größe: 118,5 x 62,3 x 9,3 mm
  • Gewicht: 114g mit Akku
  • Display: 4-Zoll-Display mit 480 x 800 Pixel (WVGA)
  • Prozessor: 1GHz Dual-Core
  • Betriebssystem: Android 4.1. mit Sense 4+
  • Speicher: 4GB interner Speicher – erweiterbar mit MicroSD-Karte
  • Netz: GSM/GPRS/EDGE:850/900/1800/1900 MHz HSPA/WCDMA: Europa/Asien: 900/2100 MHz
  • Konnektivität: 3,5-mm-Stereo-Audioanschluss, Bluetooth mit aptX™ aktiviert (Bluetooth® 4.0), Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g/n, DLNA® für drahtlose Übertragung vom Telefon auf einen kompatiblen Fernseher oder Computer
  • Kamera: 5 Megapixel, LED-Blitz
  • Audio: Beats Audio
  • Akku: 1650 mAh (austauschbar)
  • Benachrichtigungs-LED

Ich hab mich auf den Test mit dem Desire X von HTC echt gefreut, weil ich mal schauen wollte, was Geräte unterhalb der 4,5-Zoll-Marke so können. Das Problem ist dabei natürlich, kein Hersteller hat ein Highend-Gerät in der Größe im Sortiment. Das sind dann ausnahmslos die Einsteigermodelle, bei denen ihr dann auch ein paar Abstriche machen müsst. Leider kann ich absolut gar nix zur Verpackung sagen, da das Testgerät in einer hässlichen Whitebox kam und so gut wie gar kein Zubehör dabei lag. Schade, lässt sich aber leider nicht ändern. Da es über die Verpackung und den Inhalt derer also nix weiter zu schreiben gibt, fangen wir einfach mit dem Test an.

Handling: Liegt gut in der Hand, auch bei niedlichen, kleinen Frauenhänden

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Wie ihr bei den technischen Daten schon lesen konntet, hat das Gerät ein 4 Zoll großes Display. Liegt also echt gut in der Hand. Auch wenn ihr nur 1,40 seit und im Freizeitpark nicht in die Achterbahn dürft. Das HTC Desire X ist mit seinen 114g auch nicht unbedingt das leichteste Gerät auf der Welt, dafür vermittelt das Gewicht zusammen mit der Verarbeitung ein Gefühl der Wertigkeit. Ansonsten konnte ich jetzt auch kein Knarzen oder Wackeln feststellen. Saß alles wunderbar.

Dann kam leider auch schon die erste Ernüchterung nach dem ich das Gerät eingeschaltet habe. Und mal abgesehen von der Auflösung die nicht sonderlich pralle ist, ruckelte mein Gerät fröhlich vor sich hin. Einrichten vom Google-Konto macht so irgendwie keinen Spaß. Als ich dann irgendwann mal fertig begrüßte mich der typische Startbildschirm von Sense. Wetter Widget, paar Apps und die normale Schnellzugriffleiste unten. Nützlich: In der Benachrichtigungsleiste kommt man schnell ins Einstellungsmenü. Leider sind keine Quick-Settings mit an Bord. Sprich, ich kann nicht gleich in der Statusleiste die Helligkeit oder anderen Kram ändern.

Dann erstmal in den Play-Store und die steinalten Versionen updaten. Ab da war das Gerät quasi unbenutzbar. Also gleichzeitiges Schreiben auf dem Zwergenspeicher und gleichzeitiges Benutzen ist nahezu unmöglich für mich. Aber damit kann ich leben, ist eben ein Einsteigermodell. Nach dem dann die Apps alle auf dem neuesten Stand waren, hab ich Facebook und Twitter eingerichtet. Aber leider auch das ging nicht ruckelfrei von der Bühne. Dann hatte ich die Schnauze voll und hab das Gerät nochmal zurückgesetzt und den internen Speicher platt gemacht. Siehe da, danach ging alles etwas flüssiger von der Hand. Es ist immer noch nicht die Wucht und man spürt die Micro-Ruckler deutlich, aber es wurde zumindest bedienbar.

Also mal fix das Übliche gemacht: Facebook und Twitter abgearbeitet, dann war der kurze Blick auf meinen Blog dran. Surfen macht keinen allzu großen Spaß mit dem Display und da ist der Blog schon responsive. Aber da muss man dann eben abwägen, was man braucht. Allerdings verlief das Surfen auch mit Google Chrome nicht ohne Micro-Ruckler. Auf Dauer dann doch nervig, vor allem wenn man verwöhnt vom Nexus 4 ist. Auch beim Schreiben von Nachrichten war ich ständig genervt, weil die Tastatur wenn überhaupt gerade so nach kam. Allerdings bin ich auch Vieltipper.

Ausdauer: Irgendwo muss man eben sparen

Das leidige Thema bei Smartphones. Wie oft muss es an die Steckdose. Ich bin mit meinem Nexus 4 nicht unbedingt gesegnet, wenn es um das Thema geht, aber das Desire X liefert noch weniger ab. Das hat mich dann wirklich erstaunt. Ist ja prinzipiell nix drin in dem Ding, was Strom klauen könnte. Selbst beim rumliegen und nur im Wlan hab ich überdurchschnittlich viel Akku verloren. Da merkt man dem Desire X den niedrigen Preis eindeutig an. Also für Leute, die das Gerät den ganzen Tag in den Händen halten wollen, ist es eher ungeeignet. Eher so für Casual-Nutzer. Die am Tag 3 Emails bekommen, eine handvoll SMS oder WhatsApp-Nachrichten und 3 mal von der Oma angerufen werden. Dann aber bitte nicht länger als eine halbe Stunde jeweils. Bei so einem Verhalten schafft man es dann ohne Probleme über den Tag.

 Multimedia: Auch hier wurde gespart. Kräftig

Zur Kamera gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Schaut euch einfach die 6 Bilder an. Manchmal ist das Bild ganz okay und beim nächsten Bild, wohlgemerkt im selben Raum und zur selben Zeit, rauscht das Bild plötzlich extrem und bekommt einen Rotstich. Schön zu sehen bei dem Bild von Mobbi, unserem Luftballon-Mops. Also diese Kamera reicht gerade so für Selfies auf Instagram aus, weil man da eh noch irgendeinen Filter drüber knallt. Jetzt weiß ich auch, warum es keine Frontkamera gibt, die hinten dran macht schon keine guten Bilder. Also auch da hat HTC ordentlich Abstriche gemacht. Für mich eindeutig durchgefallen.

Die Boxen vom Gerät sind okay, würde ich sagen. Man kann mal kurz den Kumpels ein Musikvideo zeigen. Sollte aber natürlich nicht allzu viel erwarten. Und die coolen Jungs haben ja sowieso immer eine portable Box dabei. Wobei sich coole Jungs mit so einem Telefon eh nie zeigen würden. Die mitgelieferten Kopfhörer bieten ganz brauchbaren Klang. Für den Preis auf jeden Fall okay.

Leistung: Micro-Ruckler. Micro-Ruckler everywhere

htc-desire-x-testbericht-8Was sich schon beim normalen Bedienen gezeigt hat, verstärkt sich natürlich bei Spielen, die etwas mehr Rechenleistung und Grafikpower benötigen. Getestet habe ich mit dem Spiel Platform Climbing. Dafür wäre der Ausdruck Micro-Ruckler geschmeichelt. Das Desire X reagierte langsam und flüssig war das auch nicht. Natürlich habe ich auch Candy Crush installiert. Das läuft wider meiner Erwartungen flüssig. Für Casual-Gamer ist das Gerät also zu gebrauchen, sofern es jetzt nicht unbedingt Final Fantasy 10 im HD-Remake sein muss. (Nein, das gibt es nicht für Android. Leider.)

Fazit: Als Einstieg okay, ihr dürft aber nicht zu viel erwarten

Ihr habt es dem Testbericht sicher schon entnommen. Das HTC Desire X geht gerade noch so als Einsteigergerät durch. Es hängt hier und da bei der normalen Benutzung und sobald es rechenintensiv wird, sollte man sich schon mal nebenbei einen Kaffee machen. Meiner Meinung nach sind das nicht die bestangelegtesten 190€. Wer aber noch ein günstiges Gerät sucht, was er für Telefonate und paar SMS und ab und zu Mails checken braucht, macht nix falsch mit dem Gerät. Einsteigergerät bleibt eben Einsteigergerät. Ich würde dann wohl eher für weniger Geld das Huawei Ascend Y300 kaufen. Den Testbericht dazu findet ihr auch bei uns.

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Philipp

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