Gigaset Elements Safety Kit im Test: Alarmanlage für den kleinen Geldbeutel

Gigaset Elements Safety Kit im Test: Alarmanlage für den kleinen Geldbeutel

Bildschirmfoto 2014-09-08 um 09.10.41Eine Haus-Alarmanlage kann unter Umständen eine ziemlich teure Anschaffung sein, deshalb hat es auch keiner. Das Safety Starter Kit von Gigaset Elements will euch diese hohen Kosten ersparen und wirbt zusätzlich noch mit Smartphone-Integrität und einfachster Installation. Ob das Safety Kit tatsächlich das tut was es tun soll, ob es zuverlässig ist und was ich persönlich davon halte, werde ich euch in diesem Test erläutern.

Mein Safety Starter Kit wurde mir freundlicherweise von den Jungs von Gigaset zur Verfügung gestellt und so konnte ich es mal auf Herz und Nieren testen.

1. Lieferumfang

IMG_1890Das Starter Kit, wie der Name schon sagt, hat alles was man für den Anfang braucht. Die Basis („Base“ gennant) sieht fast aus wie ein Router und ist sozusagen die Zentrale des ganzen Systems. Dazu gibt es dann noch zwei verschiedene Sensoren, „door“ und „motion“. Zur Funktionsweise später mehr.

Beim Lieferumfang hat Gigaset wirklich mitgedacht, denn neben den nackten Sensoren gibt es zu jedem Teil das passende Zubehör, eine Batterie, eine (Wand-)halterung und sogar Dübel, falls ihr das Ding fest in der Wand versenken wollt.

Auch der Setup Guide gefällt mir sehr gut, alles übersichtlich, nicht unnötig viel Text und am Ende hat alles funktioniert wie es soll.

2. Die Verwendung

Das Set besteht, wie oben schon erwähnt, aus einer Base und zwei Sensoren.

IMG_1889„door“ wird logischerweise an der Tür besfestigt und registriert jede Türöffnung. Der Sensor kann sogar zwischen einer „normalen“ Öffnung und einem Einbruchsversuch unterscheiden (bei dem das Ding dann übrigens einen Ton aussendet, wo sich jegliche Haare am Körper in einer Millisekunde aufstellen und man vor Verwirrung schreiend gegen die Wand rennt, also definitiv ein „Alarmsignal“).

IMG_1888„motion“ ist ein Bewegungssensor, der beliebig eingesetzt werden kann. Ich habe ihn z.B. bei mir im Flur aufgehängt, damit er dort alle Bewegungen registriert. Natürlich könnt ihr ihn aber auch in der Küche oder im Schlafzimmer installieren.

IMG_1895„window“ ist ein weiterer Sensor, der extra gekauft werden muss, und für das Fenster gedacht ist. So bekommt ihr sofort Bescheid, wenn jemand das Fenster öffnet, und ob die Öffnung gewaltvoll ist oder nicht.

Es lassen sich übrigens bis zu 48 Sensoren mit der Base verbinden, ihr könnt also jederzeit welche nachkaufen.

Die Funktionsweise des Ganzen ist eben so simpel wie genial:

Die Base steht in der Nähe von eurem Router und ist über LAN mit diesem verbunden.

IMG_1893Die Sensoren werden drahtlos über euer Heimnetzwerk mit der Base verbunden und diese schickt dann per Push-Mitteilung jede Aktivität auf euer Smartphone weiter.  So seht ihr sofort, wenn jemand daheim die Tür aufmacht, sich z.B. im Flur bewegt, oder das Fenster geöffnet hat.

Die elements-App, die ihr zum Betrieb braucht, gefällt mir auch ziemlich gut. Sie ist weder buggy noch langsam, alles läuft wie geschmiert und das Design ist elegant und intuitiv. Auch die Push-Benachrichtigungen kommen zuverlässig innerhalb von 10 Sekunden auf eurem Handy an (Internet natürlich vorausgesetzt). Da hatte ich irgendwie vom Gefühl her am ehesten mit Aussetzern gerechnet, aber alles funktionierte wie erwartet.

4. Vollwertige Alarmanlage?

IMG_1896Hier kommen wir zu meinem ersten Kritikpunkt. Das System an sich ist sehr durchdacht und funktioniert einwandfrei, aber auch nur unter einer Bedingung: Strom. Fehlt der Base nämlich der Saft, helfen auch die Sensoren nichts, denn eine Einbruchsmeldung würde einfach nicht auf eurem Handy ankommen.

Ob die Sensoren an sich sicher sind, lässt sich bestreiten. Man könnte jetzt sagen, dass der Türsensor sinnlos ist, wenn ein Einbrecher das Schloss vorsichtig aufbohrt, aber meiner Meinung nach ist das eher unwahrscheinlich und in meinen Tests hat der Sensor bei allen „Einbruchsversuchen“ brav Alarm geschlagen.

5. Fazit: Zu dem Preis definitiv eine Überlegung wert

Ich könnte jetzt noch lange um den heißen Brei herumreden und darüber spekulieren, dass das System nicht sicher ist. Fakt ist: Wenn jemand in eure Wohnung oder euer Haus will, dann wird derjenige das schaffen. Der ausschlaggebende Vorteil bei Gigaset elememts: Ihr werdet benachrichtigt.

Und das ist auch das Wichtigste, denn gegen Einbrüche kann euch nur ein Türsteher oder drei Pitbulls schützen, da helfen auch überteuerte FBI-Alarmanlagen nicht weiter.

Genau aus diesem Grund kann ich das Gigaset Safety Kit allen wärmstens empfehlen. Für knappe 150€ bekommt ihr eine Alarmanlage, die innerhalb von 10 Minuten montiert ist, unkompliziert und ohne großen Aufwand, und ab dann jede Aktivität sofort zuverlässig an euer Handy weiterleitet. Mehr braucht es meiner Meinung nach nicht.

Und noch ein Lob an die Entwickler: Die App und die Konfiguration funktionieren einwandfrei. Ich habe selten ein Hardware-Software-System gesehen, das so reibungslos zusammenarbeitet. In meinen Testwochen gab es keinen einzigen Ausfall oder Crash im System, alles lief wie erwartet.

Solltet ihr noch irgendwelche Informationen zum Gigaset elements Starter Kit brauchen, löchert mich ruhig in den Kommentaren!

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Mario

Azubi, Technikallrounder und Autor für TechNews vom Chiemsee. Seit dem ersten iPhone in der Smartphone-Szene unterwegs und immer up-to-date.

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