Galaxy Note 4 im Test: Zwei Wochen ausführlich befingert

Galaxy Note 4 im Test: Zwei Wochen ausführlich befingert

Gut zwei Wochen renne ich jetzt getreu meines Samsung-Fanboy Images mit dem Galaxy Note 4 durch die Straßen meiner Stadt und lasse die Damenwelt (und Männerwelt) vor der Größe meines Hoseninhaltes erstaunen. „Wie das glänzt“ und „Da ist ja Metall dran“, waren nur zwei der vielen Komplimente die das Note 4 erhalten hat.

Erst vor gut 2 1/2 Monaten hat einer der Chefs von Samsung höchst persönlich seinen neuen Hosenfüller auf der Bühne vor gefühlt 2.000 Leuten präsentiert. Aus Neugierde habe ich meine Kontrahenten ausgestochen und mir den Nachfolger meines Note 3 ergattert – wenn auch nur für kurze Zeit.

Spezifikationen des Galaxy Note 4:

Aller Anfang ist langweilig, also bringt es schnell hinter euch:

  • Snapdragon 805 (4 x 2,7 GHz)
  • 3 GB RAM
  • 5,7″ QHD (2560 x 1440) Display
  • Natürlich LTE und der ganze moderne Schmu
  • Puls-, UV-Sensor und Fingerabdruckscanner
  • 16 und 3,7 MP Kamera mit vielen Funktionen
  • Quick Charging 2.0 (GEIL!)
  • und natürlich der awesome S-Pen

Wie auch sonst immer habe ich mich nicht großartig mit den neusten Spielen beschäftigt. Wer wirklich aufwendige Spiele spielen möchte, freundet sich mit einer Konsole oder dem PC an. Ein bisschen habe ich aber natürlich trotzdem mit dem Gerät gespielt – alles flüssig trotz QHD.

Akku over 9000

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Jaaaaa gut, vielleicht ist ein 5,7″AMOLED Display jetzt nicht der King of Currywurst, aber dafür hat man ein paar nette Spielerein in die Software integriert. Ohne irgendwelche Zusatzfunktionen komme ich bei einer Display-On Zeit von etwa 3 Stunden über den ganzen Tag – am Ende sollten noch so 20 Prozent übrig sein. Ist man mal etwas länger ohne externe Stromquelle unterwegs, hilft neben dem sogenannten „Real-Life“ auch der „Energiesparmodus“ beim ausdauern durch den Tag.

Hier kann man verschiedene Optionen auswählen: Hintergrunddaten einschränken, Leistung einschränken und Graustufenmodus. Option Nummer 1 habe ich nie ausprobiert, von HTC kenne ich das aber so, dass nach einer bestimmten Zeit die mobilen Daten einfach ausgeschaltet werden und nur zwischendurch mal die aktuellsten Nachrichten geladen werden.

Punkt 2 schränkt dann, oh man mag es kaum glauben, die Leistung ein. Das heißt im Endeffekt, dass der Prozessor nicht ganz so hoch dreht. Auf der anderen Seite der Waage ist dann natürlich das öffnen und ausführen von Apps etwas verlangsamt – dank des Snapdragon 805 ist man aber selbst mit zugeschaltetem Energiesparmodus noch ganz weit vorne. Punkt 3 verwandelt das Smartphone dann in ein Hundeauge und lässt euch nur noch schwarz/weiß sehen – also zumindest wenn es um die Inhalte auf dem Display geht. Und da ist AMOLED halt King, denn was schwarz ist, ist ausgeschaltet.

Mit der Kombination eingeschränkte Leistung und Graustufenmodus kam ich nach einer Laufzeit von etwa 21 1/2 Stunden bei 4 Stunden Display-On Zeit auf 26 Prozent Akku. Zwischendurch hatte ich noch mal kurz geladen, das sollten aber nur etwa 5-10 Prozent Ladung gewesen sein.

Apropos Ladung: QUICK CHARGING!! Akku leer? Häng das Note 4 für gut 10 Minuten an das mitgelieferte Ladegerät und du siehst wie deine Akkuanzeige in Mopsgeschwindigkeit von etwa 10 auf 25 Prozent rennt. Mega Feature, hoffentlich bekommen das bald noch mehr Smartphones. Aber bitte nicht Apple, die sind nämlich scheiße. Ach ja, unterwegs bin ich noch nie durch Akkumangel von der Umwelt abgeschottet gewesen.

S zu dem Pen

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Bitch! Beim Note 1 das erste Mal verbaut, mit dem Note 3 dann dicke Features bekommen und beim Note 4 dann weitestgehend perfektioniert. Aber der Stift ist nur ein Ende der Wurst, das andere habt ihr in der Hand. Die Software des Note 4 spielt nämlich auch eine große Rolle. Während man beim Galaxy S5 zwei Apps gleichzeitig starten kann, kann das Note 4 gleich mal locker fünf Apps gleichzeitig laufen lassen. Nicht, dass es nötig ist, aber Apple kann es halt nicht – von daher hat es eine Daseinsberechtigung in diesem Test.

Aber jetzt mal zu den Features: Durch das drücken des Buttons am S-Pen öffnet sich das „S-Pen Befehle“ Fenster. Hier habt ihr die Auswahl zwischen „Screenshot Notiz“, „Bildclip“, „Intelligente Auswahl“ und „Aktionsmemo“. Funktion 1 schießt einen Screenshot den ihr anschließend sofort mit dem S-Pen bearbeiten könnt – Notizen schreiben oder einfach einen Pimmel den ihr dann den anderen senden könnt.

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I <3 Mario

„Bildclip“ lässt euch frei Hand einen Bereich auswählen den ihr dann entweder mit eine Kreis-, Viereck- oder mit einer Art magischer Schere Tool weiter verfeinern könnt. Praktisch ist das zum Beispiel für… ja… also gut, ich habe noch keinen Verwendungszweck dafür gefunden.

„Intelligente Auswahl“ ist aber wieder ziemlich cool. Ihr wollt textliche Inhalte von einer Webseite oder von einem Foto sicher ohne alles von Hand abzuschreiben? Dann schnappt euch entweder einen Computer zum abtippen oder nutzt die oben genannte Funktion. Mit dem Tool könnt ihr bestimmte Bereich auswählen und dann je nach verlangen als Bild oder Text speichern. Solltet ihr Bilder oder Links in dem Abschnitt haben, werden die entsprechenden Dateien auch direkt verlinkt.

„Aktionsmemo“ ist dann dafür gedacht, wenn ihr fix zwischendurch eine Notiz schreiben wollt. Anfangs ist das vielleicht ein bisschen ungewöhnlich, mittlerweile greife ich aber gerne darauf zurück weil es einfach super funktioniert. Der S-Pen ist einfach ein geiles Tool. Bevor ich selbst ein Note hatte, fand ich die Größe und den Stift ziemlich unnötig, mittlerweile ist die ganze Geschichte aber ziemlich geil.

Plastsung wird zu Metallsung

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Lange hat die Welt unter diesem ekelhaft großen Leid namens „Plastik“ leiden müssen. Der weiße Ritter Apple hat damals das Schwert aus dem Stein gezogen und der Welt gezeigt, dass teure Handys aus Metall sein müssen. Arschlecken. Der Metallrahmen am Galaxy Note 4 ist zwar ganz cool, aber wirklich nötig ist dieser jetzt nicht. Kurzzeitig hatte ich jetzt ein voll-Plastik Smartphone, eine voll-Metall Smartphone und ein Mixbier hier bei mir.

Das voll-Metall Smartphone HTC One (M8) hat mir jetzt nicht sooo sehr gefallen, also natürlich rede ich jetzt von dem ganzen Metall. Beim Note 4 war das dann vergleichsweise krass reduziert, aber es ist halt da. Die Materialwahl an sich war mir hier egal, mir haben die scharfen Kanten einfach super gefallen. Das Note 3 kommt leider komplett ohne Metall aus, aber auch das störte mich bis heute nicht. Fazit diesbezüglich: Ich brauch kein Metall, vor allem nicht auf der Rückseite. Samsung hat sich mit dem Lederimitat der Note Serie eine geile Lösung ausgesucht, tatsächlich finde ich die Rückseite des One (M8) und iPhone 6 (+) einfach nur verdammt langweilig.

Le’me take a Selfie

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16 MP auf der Rückseite, 3,7 MP auf der Front. Das Zylkopenauge auf der Front kann aber doch etwas mehr als andere. Während bei eigentlich jedem Smartphone die „Panorama“ Funktion lediglich für die Rückseitige Kamera verfügbar ist, hat Samsung beim Note 4 die Funktion auch bei der Frontkamera eingebaut. Nennt sich dann „Wide-Selfie“ und lässt 120° Aufnahmen zu – auslösen kann man übrigens indem man einen Finger auf den Pulsmesser platziert.

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Die Rückseitige Kamera ist, wie eigentlich bei jedem aktuellen Flaggschiff, ziemlich geil. Sonne, dunkel, mit Blitz – alles super. Smart-OIS, die smarte optische Bildstabilisierung, erledigt auch seinen Job. Aber natürlich hat auch dieses Feature seine Grenzen, für das Radfahren auf unebenen Wegen sollte man sich doch eine richtige Kamera besorgen – oder man lässt es ganz und sieht nicht wie ein Idiot aus.

Fazit

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So, ich glaube ich habe alle wichtigen Neuerungen erwähnt. Das Note 4 ist definitiv geil, aber 700 Euro werde ich für das Upgrade vom Note 3 aus nicht zahlen. Der Prozessor ist nicht großartig schneller (weil der des Note 3 schon schnell ist) und die QHD Auflösung ist nur bei der Google Cardboard wirklich erkennbar. Des weiteren werden die neuen S-Pen und allgemeinen Features wohl auch bald bei XDA für das Note 3 zu finden sein.

Wer aber wirklich auf der Suche nach einem neuen killer Smartphone ist und die etwa 700 Euro locker hat, soll verdammt nochmal zum Note 4 greifen. Es ist unendlich geil, schnell und schön. Möchtet ihr vielleicht MEIN Sponsor sein? Nein? Dann nicht. Lasst aber doch noch kurz eine Meinung zum Test oder Smartphone da – würd‘ mich freuen.

Danke an 1&1 für die Möglichkeit das Note 4 zu testen.

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Dustin

Star-Blogger, Multimillionär, Samsung Fanboy und beliebt - zumindest am Gegenteiltag. An den normalen Tagen lasse ich mich dann auf die Jungs von TechNews und AllAboutSamsung ein - ein Wandel zwischen Himmel und Hölle.