Asus Zenbook UX301LA im Test – Glasdesign, FullHD und Fingerabdrücke

Asus Zenbook UX301LA im Test – Glasdesign, FullHD und Fingerabdrücke

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Asus war so freundlich mir für den Zeitraum der CeBIT das Zenbook UX301LA mit 13,3 Zoll für einen Test zur Verfügung zu stellen. Ein paar Tage vorher kam das Ding dann auch bei mir an. Zu der Zeit hatte ich hier übrigens dann drei Ultrabooks rumliegen und mein MacBook Air. Und wie sagt man so schön, das Auge kauft mit. Das hat Asus verstanden und neben Apple die schönste Verpackung geliefert. Fangen wir also mit dem Test vom 1.599€ teuren Gerät an und schauen uns noch fix die technischen Daten an.

Technische Daten des Asus Zenbook UX301LA

ProzessorIntel® Core™ i7 4558U 2.8 GHz ~ 3.3 GHzProzessor Intel® Core™ i7 4500U 1.8 GHz ~ 3.0 GHzProzessor Intel® Core™ i5 4200U 1.6 GHz ~ 2.6 GHzProzessor
BetriebssystemWindows 8 Pro Windows 8
ArbeitsspeicherDDR3L 1600 MHz SDRAM, up to 8 G
Bildschirm33.78cm (13.3 Zoll) 16:9 WQHD (2560x1440)/Full HD (1920x1080)
GrafikIntegrated Intel® Iris™ HD5100 Integrated Intel® HD Graphics 4400
SpeichersystemSATA III SSD 512GB 256GB 128GB
Kartenlesercard reader ( SD )
WebcamHD Web Camera *1
NetzwerkIntegrated 802.11a/b/g/n/ac
Schnittstellen2 x USB 3.0-Schnittstellen 1 x Microphone-in/Headphone-out jack 1 x micro HDMI 1 x mini Display Port
AudioIntegrierte Lautsprecher und Array Microphone Bang & Olufsen ICEpower® SonicMaster
Akku6Zellen : 50.6 Whrs Polymer Battery
NetzteilAusgabe : 19 V DC, 3.42 A, 65 W 19 V DC, 2.36 A, 45 W
Abmessungen325 x 226 x 15.5 mm (WxDxH) (w/ 6cell battery)
Gewicht1.4 kg (inklusive des 6-Zellen-Akkus)

Erste Amtshandlung: Verpackung aufmachen. Da drin werden wir direkt vom Zenbook in Blau begrüßt. In kleinen Schächtelchen und Einbuchtungen finden wir dann noch den üblichen Krimskrams: Netzteil und Anleitungen. Erfreulich ist aber, dass danach noch nicht Schluss ist. Asus hat dem Zenbook noch zwei Adapter beigelegt – USB auf Gbit Lan / Mini DisplayPort auf VGA – und eine Art Aktentasche. Geile Sache, wie ich finde. Denn leider ist der Inhalt der Verpackungen in den letzten Jahren immer dürftiger geworden. Und so gibt es für die 1.599€ wenigstens noch was oben drauf.

Handling: Glasdesign sieht gut aus, bis es öfter berührt wurde

Ich hatte viele Jahre nur genau eine Laptopgröße im Einsatz: 15,6 Zoll. Das waren dann, dem guten Studentenleben sei Dank, Laptops die maximal 300€ gekostet haben und für bisschen surfen und Office benutzt wurden. Und scheiße schwer und unhandlich waren. Im Gegensatz dazu haben wir dann das Zenbook. 13,3 Zoll ist für mich mittlerweile die optimale Größe für den mobilen Einsatz und natürlich sind die Dinger auch leichter, weil kleiner. Die Riege der Ultrabooks sind dann noch mal leichter, kosten dann aber auch entsprechend.

Kurz gesagt: Gewicht echt angenehm vom Zenbook. Verarbeitung ist auch top und das Glasdesign hebt sich etwas ab von den typischen matten Designs wie bei Samsungs Ativ Book 9 Plus oder dem Lenovo Yoga Pro 2. Allerdings hat das Zenbook das gleiche Problem wie das Ativ Book von Samsung: Es zieht Fingerabdrücke magisch an. Nach den ersten paar Berührungen sah es noch gut aus auf der Rückseite vom Zenbook, mit der Zeit hat sich das leider geändert.

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Aber da muss man entweder damit leben, oft drüber zu wischen oder ihr versucht eben nicht ständig auf die Rückseite zu tätscheln. Trotzdem wirkt es gerade durch das Glas echt hochwertig. Gut, möchte bei dem Preis aber auch sein. Trotz dem Glasdesign wiegt das Teil nur 1,4kg. Damit kann zwar keiner den Bizeps trainieren, aber zum Rumschleppen ist das echt ein angenehmes Gewicht.

Die Tastatur vom Zenbook hat einen brauchbaren Anschlag und sollte nicht so schnell den Geist aufgeben. Und falls ihr lieber Nachts eure Arbeiten fertig schreiben wollt, gibt es sogar eine Tastaturbeleuchtung. Schön ist auch, dass die Tastatur keinerlei Fingerabdrücke abbekommen hat. Im Gegensatz zum Touchpad das auch recht schnell fettig aussah.

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Bisschen komisch fand ich aber den Klappmechanismus. Wenn das Display aufgeklappt wird, dient die Unterkante vom Display als Stütze. Sah von der Seite irgendwie bescheiden aus und ich hatte auch ständig das Gefühl, dass ich da irgendwie lang kratze. Allerdings gehe ich davon aus, dass sich Asus was dabei gedacht hat. Hat mir nur einfach nicht gefallen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Das Asus Zenbook liegt gut in der Hand, nix wackelt, nix klappert und die Tastatur ist echt brauchbar.

Leistung: Und es hat Zoom gemacht

Gut, Asus war so freundlich mir die Motherfucker-Ausstattung vom Zenbook zu schicken. Heißt i7 mit 1,8GHz, 8GB Ram und eine 256GB SSD. Das heißt dann logischerweise auch, dass ich es als Blogger keineswegs geschafft habe, das Teil auch nur irgendwie zum ruckeln zu bekommen. Hochfahren ging sauschnell, Internet sowieso und auch die Bildbearbeitung lief ohne Probleme ab.

Leute die ein Teil zum Gamen suchen, sollten aber vielleicht doch irgendwas anderes nehmen. Die Intel HD 4400 ist zwar nicht von schlechten Eltern, ersetzt aber einfach keine richtige Grafikkarte. Aber gerade für Multimediaschrutz ist die Austattung echt ordentlich und sollte den Großteil der Käufer glücklich machen. Allerdings erwarte ich das bei dem Preis auch.

Multimedia: Es muss nicht immer QHD sein

Wir hatten ja extra für die CeBIT ein paar Geräte angefragt. Darunter war das Samsung Ativ Book 9 Plus, das Lenovo Yoga Pro 2 und eben das Zenbook von Asus. Die ersten beiden kommen mit QHD-Display. Klingt aufm Papier geil, leider ist das in der echten Welt einfach noch nicht wirklich angekommen. Skalierungen direkt aus der Hölle. Entweder die Icons zu klein oder du kannst in den Programmen einfach nix mehr erkennen.

Das Zenbook das ich hier hatte kommt ganz klassisch mit FullHD. Und das hat mir persönlich auch völlig gereicht. Und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben, bis wichtige Programme wie Chrome besser mit der Auflösung umgehen. Deswegen ist das hier für mich auch definitiv kein Kritikpunkt.

Erstaunlich war, dass ich eigentlich Touchscreens völlig überflüssig finde in Laptops, weil die immer Abdrücke hinterlassen und ich ja ein Touchpad habe. Trotzdem habe ich mich echt oft dabei erwischt, wie ich Fenster mit dem Finger geschlossen habe oder auch mal aufm Display gescrollt habe. Dennoch bin ich irgendwie trotzdem nicht warm geworden mit der Modern UI und hab weiter brav den Desktop-Modus benutzt.

Auch die Lautsprecher waren für so ein dünnes Ultrabook echt ganz brauchbar, muss ich sagen. Schuld daran ist vermutlich die Technik von Bang & Olufsen. Und damit das auch jeder weiß, steht das brav unter der Tastatur. Deswegen ersetzt es natürlich trotzdem ganz normale Boxen nicht. Gerade der Bass ist logischerweise eher mager. Wo soll er auch herkommen?

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Ausdauer: Akku sollte für den Alltag reichen

Der große Vorteil der Haswell-Prozessoren ist, dass sie echt wenig Akku verbrauchen. So bin ich mit dem Zenbook immer über den Tag gekommen. Ich würde jetzt mal grob schätzen, dass so rund 9 Stunden bei moderater Nutzung drin sind, hab allerdings nie die Stoppuhr mitlaufen lassen.

Wer allerdings die ganze Zeit auf YouTube rumhängt und brav Flash-Videos schaut, kommt dann auf deutlich weniger. Das liegt aber nicht am Zenbook, sondern einfach daran das Flash echt Leistungshungrig ist.

Fazit: Schickes Teil, das Design muss man aber mögen

Das Zenbook macht alles, was ich von dem Teil erwartet habe. Es ist schnell, der Akku hält gut durch und das Display sieht gut aus. Allerdings ist das Glas-Design dann doch eine Geschmacksfrage. Auf den ersten Blick sah es echt gut aus, irgendwann haben mich aber die Fingerabdrücke genervt. Und ja, ich bringe jetzt wieder den leidigen Vergleich mit dem MacBook: Das habe ich länger hier und das sieht immer noch nicht so schlimm aus.

Für 1.599€ gibt es also ordentlich Power unter der Haube, paar sinnvolle Adapter, eine Art Aktentasche und Glas. Wer allerdings auf QHD steht und auf eine matte Oberfläche, sollte lieber zum Yoga Pro 2 von Lenovo greifen. Bisschen günstiger, gleiche Ausstattung und das Display lässt sich sogar komplett umklappen.

Und ganz zum Schluss noch der letzte Schwung Bilder, damit ich die nicht umsonst gemacht habe.

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Philipp

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