Acer C720 Chromebook im Test

Acer C720 Chromebook im Test

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Nachdem Marcel bereits das Samsung Chromebook getestet hat, wollte ich auch mal einen Ausflug in die Welt von Googles Betriebssystem wagen. Und wie der Zufall so will, hatte Acer gerade ein C720 rumliegen, das ich mir für einen Test mal anschauen durfte. Ich war verdammt gespannt auf das Teil und hab echt gehofft, dass das nicht so billig verarbeitet ist wie das Chromebook von Samsung. Schauen wir also mal, was uns für einen Preis von 249€ erwartet.

Technische Daten des Acer C720 Chromebook

  • 11,6 Zoll Display mit 1366 x 768 Pixel
  • 4GB Arbeitsspeicher
  • Intel Celeron Dual-Core mit 1,4GHz der Haswell-Generation
  • 16GB interner Speicher (SSD)
  • 100GB kostenlosen Google Drive Speicher für 2 Jahre
  • SD-Slot
  • Wlan (802.11 a/b/g/n), Bluetooth 4.0, USB 3.0, USB 2.0, HDMI
  • VGA-Webcam
  • 1,1kg

 Erster Eindruck: Geiles Plasteteil!

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Die Verpackung für das C720 ist recht groß und da drin hab ich nur das typische Innenleben gefunden: Das Chromebook und das Netzteil. Fertig. Wüsste jetzt aber auf Anhieb auch nicht, was Acer da noch reinpacken soll. Also schnell den ganzen Kram rausgeholt und das C720 das erste mal in die Hand genommen. Gott ist das Teil schön leicht. Und noch erfreulicher: Es wirkt absolut nicht billig. In der heutigen Zeit ja keine übliche Kombination mehr auf unseren Straßen, wa.

Handling: Chrome geht fast nicht schneller

Bisher waren meine Gefühle zu Chromebooks eher gemischt und ich wusste nicht so richtig, ob ein Laptop der nur mit Chrome läuft mir irgendeinen Nutzen bringen kann, außer auf YouTube rumzuhängen und aus Recherche-Zwecken auf diversen Schmuddelportalen unterwegs zu sein. (Beides funktioniert ohne Probleme, um das mal anzumerken).

Machen wir das Ding also erstmal an. Und nach ein paar Sekunden kann ich  mich auch schon mit meinem Nutzernamen und Password von Google anmelden. Noch ein paar Sekunden später ist alles synchronisiert und alles ist wie am großen Rechner. Gefällt mir, noch hat nix geruckelt. Also erstmal den Browser gestartet und alles an Tabs aufgemacht, was mir irgendwie eingefallen ist. Und immer noch konnte ich dem Chromebook keinen Ruckler entlocken.

Außer bei YouTube-Videos in FullHD gab es dann doch ab und zu kleinere Ruckler. Allerdings ist das bei der Auflösung sowieso sinnlos, da reicht auch 720p. Und das ging dann wieder ohne Probleme. Und wofür habe ich das C720 hauptsächlich genutzt? Zum Bloggen natürlich und auch da konnte mich das Chromebook überzeugen.

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Die Tastatur hat einen guten Anschlag, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat und die Gesten auf dem Touchpad sind erstaunlicherweise echt geil. Mit zwei Fingern tippen ist ein Rechtsklick. Mit drei Fingern nach links oder rechts wischen wechselt zwischen offenen Tabs. Mit zwei Fingern wischen geht eine Seite zurück oder vorwärts. Hab mich schnell dran gewöhnt und will es nicht mehr missen.

Nervig war dann eigentlich nur, dass ich Bilder nicht mal mit Bordmitteln in der Größe verkleinern konnte. Dafür hätte ich sie in die Cloud schicken zu müssen und dann Pixlr oder sowas nutzen, dafür war ich dann doch zu faul. Wer aber unbedingt Bilder bearbeiten will, findet auch für das Chromebook ein paar brauchbare Alternativen.

Durch das geringe Gewicht ist es auch absolut kein Problem das Chromebook überall mit hinzuschleppen.

Ausdauer: Wawawiwa hält das Ding lange durch

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Wenn es um den Akku geht, macht dem C720 Chromebook von Acer so schnell niemand was vor, würde ich sagen. Ich konnte bis zu 7 Stunden am Stück damit auf dem Sofa rumlungern, bloggen, chatten, Welt retten. Erst danach musste ich das Chromebook wieder an den Strom hängen. Wie schnell es dann zum Aufladen brauchte, hab ich nicht gemessen, lag aber im Rahmen, würde ich sagen.

Leistung: Bring it on, Bitch!

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Wie im Bereich Handling schon geschrieben, sorgen die 4GB Arbeitsspeicher dafür, dass so gut wie keine Aufgabe das Chromebook ins Schwitzen bringen kann. Durchs Bloggen hatte ich teilweise 15 Tabs gleichzeitig offen und konnte ohne Probleme mit drei Fingern zwischen allen hin und her wischen. Mehr geht nicht und braucht auch keiner, zumindest in einem Chromebook.

Angenehm ist auch, dass das Chromebook nach wenigen Sekunden Einsatzbereit ist, sofern ihr es überhaupt komplett ausschaltet. Ich hab es einfach nur zugeklappt und es damit in den Standby versetzt. Dann ist es wie am Handy und ich kann sofort weiter „arbeiten“.

Multimedia: Boxen hat es

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Ja, das Chromebook hat Boxen. Ja, da kommt auch Ton raus. Ja, irgendwann klingt der beschissen. Nein, das ist so üblich bei Notebooks der Größe. Ja, zum Videochatten hat es locker gereicht.

Fazit: Wenn Chromebook, dann das C720 von Acer

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Dafür, dass ich recht pessimistisch an den Test herangegangen bin, bin ich mittlerweile echt positiv überrascht von dem kleinen Teil. Die Verarbeitung geht für den Preis definitiv in Ordnung, der Akku hält ewig und gerade für den mobilen Einsatz für Studenten und Schüler ist so ein Chromebook nicht zu unterschätzen. Dank Google Drive kann das sogar offline erfolgen.

Das einzige was mich persönlich nie wirklich glücklich machen wird: Die Größe. Ich finde 11,6 Zoll sind echt die Grenze was das Display angeht. Ich steh mehr auf alles über 13,3 Zoll. Dann läuft aber natürlich der Akku nicht mehr ganz so lange und der Preis würde wohl auch steigen. Wer also überlegt ein Chromebook zu kaufen, sollte sich definitiv das C720 von Acer kaufen.

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Philipp

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