Test: PhotoFast i-FlashDrive 16GB für iOS, Android und Mac/PC

Test: PhotoFast i-FlashDrive 16GB für iOS, Android und Mac/PC

Ich dachte eigentlich, dass es sowas gar nicht gibt bzw. man sowas auch nicht braucht, zudem ja das iPhone nichtmal einen USB-Port hat. Aber irgendwann kam dann PhotoFast freundlicherweise auf uns zu und stellte uns ein Exemplar zur Verfügung: Das i-FlashDrive, ein USB Stick für iOS und Android. Aber braucht man sowas? Und wie soll das funktionieren, wenn doch Android und iOS-Geräte gar keinen USB Port haben? Ich hab das mal für euch getestet.

Die Verpackung + Inhalt

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So kam das Teil bei mir an. Drinnen ist:

  • ein 30-pin auf Lightning-Adapter für neuere Apple-Geräte (Original von Apple)
  • ein microUSB auf USB 2.0 Adapter zum Anschließen an den PC/Mac
  • der eigentliche Stick mit microUSB auf der einen und 30-pin-Connector auf der anderen Seite

Wer sich das durchliest, merkt wahrscheinlich schon, dass man den Stick also an alle gängigen Smartphones und PCs oder Macs anschließen kann. Hier nochmal die einzelnen Teile ausgepackt:

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Der eigentliche Stick ist aber nur das, wo auch i-FlashDrive draufsteht, also der in der Mitte. Wollt ihr den dann z.B. an euer iPhone anschließen, steckt ihr den 30-pin auf Lightning-Adapter (links) an den Stick (Mitte) und ab geht die Lutzi.

Mit den Adaptern könnt ihr alle möglichen Geräte anschließen, vom alten iPhone 3G über das neue 5s bis hin zu allen denkbaren Android-Geräten. Es gab kein Gerät, an den ich das FlashDrive nicht anschließen konnte, außer Windows Phones, aber damit ist der Stick leider von Haus aus nicht kompatibel.

Die Funktionen: umfangreich

Das i-FlashDrive ist im Prinzip einfach ein USB Stick, der eben auch an Handys angeschlossen werden kann. Damit könnt ihr dann alle möglichen Daten austauschen (Dokumente, Fotos, Videos, Musik). Ihr könnt den Stick sogar mit eurem Dropbox-Account verbinden und damit dann auf eure Dateien in der Box zugreifen.

Außerdem könnt ihr ein Backup von all euren Kontakten auf eurem Handy machen. Dieses Backup wird dann eben zur Sicherheit auf dem Stick gespeichert. Sollte dann also euer Handy in den See oder ins Klo fallen und ihr bekommt es selbst mit Flo’s Erste-Hilfe-Anleitung nicht wieder zum Laufen, sind eure Kontakte immerhin noch auf dem Stick gesichert. Gute Sache.

Die App: iOS 7 Support Fehlanzeige

Natürlich braucht ihr auf eurem Smartphone eine App, um den Stick zu füttern, oder Daten hin und herzuschieben. Die gibt es selbstverständlich kostenlos im Google Play Store und Apples App Store.

Hier mein erster Kritikpunkt: iOS 7 ist jetzt schon lange draußen und sogar WhatsApp hat es geschafft, aber die PhotoFast App kommt immer noch im iOS 6-Look. Sieht auf jeden Fall nicht schön aus bzw. fügt sich nicht dem iOS 7 Design. Die Funktionalität leidet darunter allerdings nicht, um fair zu bleiben.

Die Funktionalität: wie erwartet

Natürlich habe ich das Teil auf Herz und Nieren getestet. Hier mal ein einfaches Beispiel mit ein paar einfachen Bildern.

Ich hab‘ den Stick ans iPhone geklemmt, und dann drei Fotos von meinen Aufnahmen in den Ordner „Externer Speicher“ geschoben, den Stick eben. Der „Interne Speicher“ ist logischerweise der eures Geräts. Daraufhin hab ich den Stick an den Mac angeschlossen und voila, die Fotos waren ganz normal im Finder/Explorer, wie bei einem normalen USB-Stick.

Noch eine Sache zur Musik: Ihr könnt zwar Musik vom Mac/PC auf den Stick spielen und die dann am iPhone abspielen, allerdings nicht in die Musik-App übertragen. Aber das ist nicht die Schuld vom Hersteller, da macht Apple den Strich durch die Rechnung. Wie das bei Android aussieht, weiß ich leider nicht, da ich gerade keinen Androiden hier habe.

Mein Fazit

An sich ist das Teil echt durchdacht und die vielen Anschlussmöglichkeiten haben mich überrascht. Auch die Funktionalität ist wie exakt wie beschrieben und bedienen kann das auch jeder. Für Menschen, die auf ihrem Tablet z.B. viele Dokumente bearbeiten und die daheim aus irgendeinem Grund nicht mit dem PC synchronisieren könne, ist das durchaus praktisch.

Fotos und Videos kann man mittlerweile aber durch andere Apps oder Funktionen drahtlos zwischen allen möglichen Geräten übertragen. Die Musik lass ich jetzt mal aus der Wertung, denn da kann ja (in meinem Fall) PhotoFast nichts dafür.

Alles in allem also ein Top-Gerät, dass man sich durchaus mal anschauen sollte, aber mein größter Kritikpunkt ist (obwohl mir mein Exemplar netterweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurde) allerdings der Preis: 100€ für dieses kleine Teil? Und dann ist nicht einmal die App ans Betriebssystem angepasst. Ich könnte mir vorstellen, dass das viele zurückschreckt.

Ok, allein der Apple-Adapter kostet seperat schon 29€, aber den muss man ja nicht dazunehmen, es gibt ja verschiedene Konfigurationen (z.B. mit 32GB oder ohne den Apple-Adapter, kostet aber dann immer noch genug).

Wenn ihr noch Fragen zu dem Gadget habt, beantworte ich sie euch gerne in den Kommentaren.

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Mario

Azubi, Technikallrounder und Autor für TechNews vom Chiemsee. Seit dem ersten iPhone in der Smartphone-Szene unterwegs und immer up-to-date.