OnePlus bezeichnet das OnePlus One bereits als Flagship Killer 2014 – zurecht?

OnePlus bezeichnet das OnePlus One bereits als Flagship Killer 2014 – zurecht?

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Quelle: oneplus.net

Die Vorbereitungen des Smartphone-Start-Ups OnePlus für die große Show des OnePlus One am 23. April 2014 laufen bereits auf Hochtouren. Und auch die Marketing-Maschinerie pumpt ohne Unterlass Content über die Social-Media-Kanäle in die informationsgierigen Augen der Konsumenten – und das mit Erfolg. Es ist meiner Meinung nach das spannendste Start-Up in der Mobilfunk-Branche und zeigt bereits jetzt, dass sie den Großen der Branche einen dicken Haufen vor die Türe legen wollen und werden. Oder doch nicht?

Während sich andere Hersteller darauf konzentrieren über alle Medien eine Dauerpräsenz zu erschaffen, damit man nur noch deren Produkte kennt und kauft, versuchen die Jungs von OnePlus einen anderen Weg einzuschlagen. Sie wollen direkt mit den Endkunden kommunizieren, um eine emotionalere Bindung zwischen Produkt und Marke herzustellen. Hierfür dienen Facebook, GooglePlus, Instagram, YouTube und das eigene OnePlus-Forum. Dort werden Postings über die Mitarbeiter so selbstverständlich geteilt wie über die Produkte selbst. Sie zeigen sich als die Jungs und Mädels von nebenan, die ein geiles, hippes Produkt auf den Markt bringen wollen. Der Erfolg zeigt sich zum einen auf der Facebook-Seite, die seit Ende März über 23.000 neue Likes verbuchte und ihrem Forum sind schon über 11.000 Mitglieder angemeldet.

Diese Medien werden bewusst genutzt, um die Kunden über neue Dinge aufzuklären, aber auch um zu fragen was diese für Wünsche haben. Zudem gibt es dort zahlreiche Gewinnspiele, denn Gewinnspiele ziehen immer. Jetzt, ein paar Tage vor dem großen Release, gehen die OnePlussianer sogar so weit, dass sie sich als Flagship Killer 2014 bezeichnen. Und weil das als Gemeinschaft viel mehr Spaß macht, darf sich jeder User in deren Forum diesen Leitspruch als Avatar setzen. Wem es gefällt.. mich erinnert es ein wenig an den Hype von Kony 2012 und das WePad.

Technisch betrachtet bietet das OnePlus One mehr als man von einem Quereinsteiger-Gerät erwarten würde. Mit 3 GB RAM, Quadcore-CPU (Snapdragon 801), 13-MP-Kamera und 3.100 mAh Akku will das OnePlus One hoch hinaus. Und auch optisch macht es einiges her, wie man einigen Leaks entnehmen kann. (Auch wenn es fast gleich aussieht wie das Oppo Find 5 und die mitgelieferten Kopfhörer den Apple EarPods, wie aus dem Gesicht geschnitten, gleichen)

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Quelle: oneplus.net

Im Endeffekt bin ich leicht zwiegepalten was das OnePlus One angeht. Einerseits gehen mir der Name tierisch auf den Keks und diese aufgezwungene Markenverbundenheit. Ich möchte mein Smartphone nutzen weil es mir optisch, technisch und preislich zusagt und nicht weil der Hersteller sich als Obermaddafakka sieht. Und wenn das OnePlus One so gut ist, wie alle sagen, dann hätten sie es nicht nötig in zahlreichen Vergleichen die schlechteren technischen Werte der „Konkurrenz“ darzustellen. Andererseits liebäugle ich mit den technischen Daten und insbesondere mit dem Preis von unter 350 Euro.

Im Endeffekt würde ich das OnePlus One aber (noch) nicht als Flagship-Killer bezeichnen, da sich ein Flagship-Killer nicht nur durch Zahlen auf dem Papier offenbart. Es muss erstmal zeigen, dass der Akku ausdauernder, die Kamera lichtstärker und schärfer, die Bedienung ruckel-/bugfrei und das Äußere handlicher und hübscher als bei der Konkurrenz ist.

Was haltet ihr denn von dem OnePlus One?

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Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.