Nein, ihr könnt kein scheiß Auto auf Facebook gewinnen!

Nein, ihr könnt kein scheiß Auto auf Facebook gewinnen!

Aktuell macht mal wieder ein neuer Bilder-Liken-Gewinnspiel-Spam die Runde auf Facebook und schon wieder lassen sich Hundertausende davon mitreißen. Vorhin hatte ich schon drei Beiträge in meiner News-Leiste UND ES NERVT EINFACH!

Dieses Mal sind es Accounts mit Namen und Bilder von relativ neuen Automarken (Audi R8 4WD, Mercedes Benz E63., etc.). Und jeder von diesen Spam-Accounts verbreitet den gleichen Scheiß in Form eines geposteten Bildes des jeweiligen Autos und den englischsprachigen Aufforderungen: Zuerst die Seite liken, dann das Bild liken, dann unter den Beitrag kommentieren und zuletzt noch das Bild auf der eigenen Seite teilen.

Macht.Das.Bitte.Nicht!

Diese Accounts bauen grundsätzlich auf der Leichtgläubigkeit der Menschen auf, die doch tatsächlich glauben, dass sie ein neues Auto gewinnen könnten. Vermutlich kommunizieren diese dann auch mit dem netten Prinzen, der per E-Mail immer ein paar Millionen verteilen möchte, weil er so nett ist. Es ist im Grunde wie ein Schneeball-System. Die Leute verbreiten das Bild auf jedmögliche Weise (Liken, Teilen, Etc.), sodass sich der Beitrag immer weiter verbreitet. Man könnte es auch als Test sehen, um herauszufinden wer aus der eigenen Freundesliste nicht so cool ist wie man immer dachte.

Im Leben ist nichts umsonst

Also meine Bitte an euch da draußen: Hört auf diese Scheiße zu glauben und zu teilen. Ihr werdet kein verdammtes Auto gewinnen, nur weil ihr das Foto und die Seite liked. Wenn es ganz beschissen läuft, bekommt ihr sogar noch Post vom Anwalt, weil ihr unberechtigt ein Foto mit fremdem Urheberrecht auf eurer Seite verbreitet habt.

Aber, aber…

.. aber warum machen die Seiten das überhaupt? Bestimmt nicht, um euch etwas Gutes zu tun. Ganz einfache Antwort: Sie sammeln Likes für ihre Seiten, um diese dann gewinnbringend über eBay oder sonstwo zu verkaufen. Denn wenn so 100.000 User die Seite geliked haben, ist die Seite schon einiges wert, da es praktisch eine Werbeplattform ist. Wenn die Seite dann vertickt wird, können die neuen Besitzer einfach neue Werbung schalten und haben potentiell 100.000 Leser.

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Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.