Motorola, Google und das Moto G – Angriff auf die Marktmacht von Samsung?

Motorola, Google und das Moto G – Angriff auf die Marktmacht von Samsung?

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Gestern hat Motorola ganz offiziell das Moto G in Sao Paulo vorgestellt. Uns war vorher schon klar, dass das Gerät sehr günstig wird und das es dafür trotzdem mit ganz brauchbarer Hardware daher kommen wird.

Doch während der Vorstellung hat es sich der CEO von Motorola nicht nehmen lassen, auch die Konkurrenz mit ins Spiel zu bringen. Denn wie verkauft man ein Gerät am besten an die Kunden? Man zeigt ihnen, dass es schneller ist als die Konkurrenz und weniger kostet. Deswegen wurde eine Statistik gezeigt, auf der zu sehen war, dass das Moto G den Browser schneller startet und schneller hochgefahren ist als das Samsung Galaxy S4. Und das für nur 33% des Preises. Grandios.

Damit wird das Moto G zum besten Gerät in seiner Klasse. Das beste Display, im Schnitt die beste Hardware, ein reines Android und eine Update-Garantie auf Android 4.4 im Januar 2014. Motorola hat alles richtig gemacht mit dem Gerät.

Fraglich ist allerdings, wie weit das Telefon von Google subventioniert wird und ob damit eine Botschaft an Samsung gesendet werden soll. Denn wie wir wissen ist Samsung derzeit der Chef auf dem Pausenhof mit einem Anteil von über 80% am Android-Markt. Das ist ein zweischneidiges Schwert für Google. Zum einen wird die Plattform dafür extrem bekannt, zum anderen sind sie abhängig von Samsung. Wenn die jetzt aber plötzlich nur noch Tizen pushen, hat Google ein Problem.

Deswegen bin ich der Meinung, dass die Veröffentlichung vom Moto G ruhig als direkter Angriff auf die Marktmacht von Samsung gesehen werden kann. Google lässt die Muskeln spielen und zeigt, dass sie ohne Probleme ein günstiges Gerät auf den Markt werfen, das trotzdem viel kann. In your face. Das zeigt sich auch daran, dass direkt auf der Bühne der Vergleich zum Galaxy Fame gezogen wurde, dem Einsteiger-Phone von Samsung. Das ist laut Motorola gelinde gesagt Dreck.

Damit wird es wohl bald eine ganze Ecke strenger am Smartphone-Markt zugehen. Alle Hersteller müssen wohl so langsam die Profitschraube etwas enger machen und attraktivere Preise anbieten. Und vielleicht fällt auch Apple dem Sog zum Opfer, die derzeit wegen der Exklusivität noch die hohen Preise verlangen können.

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Philipp

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