iPhone 5C: Der größte Müll auf dem Smartphone-Markt? [Kommentar]

iPhone 5C: Der größte Müll auf dem Smartphone-Markt? [Kommentar]

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Wer sich das neue iPhone 5C kaufen will, der hat, meiner Meinung nach, ein High-Five in die Fresse verdient. Kein sanftes, sondern mit richtig Schmackes! Das Teil kostet mit Sicherheit nicht mehr als 120 Euro in der Produktion und wird für 599 Euro in Deutschland verkauft. Ungefähr 80% der 479 Euro Differenz schiebt man Apple vermutlich direkt in das Popöchen.

Wer sich also unbedingt ein neues iPhone kaufen möchte, greife doch bitte zum iPhone 5S. Das gibt es immerhin in der hippen Farbe „Ghetto-Gold“ und kostet nur 100 Euro mehr. Weshalb ich so schlecht gelaunt bin und warum das iPhone 5C, in meinen Augen (also rein subjektiv gesehen) ein großer Reinfall für Apple sein wird, erkläre ich euch im Folgenden.

Mangelnde Exklusivität und Imageverlust

Bisher war Apple dafür bekannt, dass sie edle Produkte auf den Markt bringen und sich auch Gedanken darüber machen, wie sinnvoll es ist. Aber was soll bitte das iPhone 5C für einen Sinn beinhalten? Es ist bunt, überteuert und technischen gesehen, 1:1 mit dem „alten“ iPhone 5 vergleichbar. Nur eben mit einer Plastik-Rückseite ausgestattet. Wow. Was für eine Welt-verändernde Neuheit!

Dass der Plastik-Bomber absolut kein Potential zu einem Preis von 599 Euro (wohlgemerkt für die kleinste Variante!) hat, das merken auch die Aktionäre. Das spiegelte sich natürlich sofort in der Apple-Aktie wieder, die um 5 Prozent fiel. (Quelle: Handelsblatt) Selbst McDonalds zeigte sich wenig beeindruckt und stichelte mit gekonnter Spaß-Werbung über Twitter.

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Buntes Plastik? Oder doch Polycarbonat? 

Bisher war Apple dafür bekannt, dass sie wertige und der Konkurrenz überlegene Produkte bauen? Scheinbar ist gestern aber der eiserne plastische Vorhang gefallen und den Apple-Fans wurde das letzte Argument im verbalen Fight gegen Android- oder WP8-Gegner genommen. Denn Nokia, Samsung (im Grunde alle Hersteller) setzten und setzen auf Polycarbonat. Insbesondere wenn es darum geht, ein Smartphone zu bauen. Selbst das HTC One besitzt einen Rahmen aus Polycarbonat. Hier die Twitter-Meinung von Nokia zu dem neuen Plastik-Look des iPhone 5C:

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Unglaublich übertriebener Preis

Seriously Apple? Satte 599 Euro für die 16-GB-Version des iPhone 5C? Seid ihr noch ganz sauber? Ich frage mich erneut, wer zum Geier so blöd sein sollte, um sich das Teil kaufen. Für ein paar Kröten mehr gibt es doch schon das iPhone 5 oder 5S! Das ist echt die größte Frechheit des Jahrzehnts. Und nicht einmal den neuen superinnovativen Fingerabdruck-Scanner verbaut Apple. Das C steht wohl nicht für colors sondern für costs. Und was gibt Apple dem iPhone 5C bitte für ein Zubehör mit auf den Weg?

Zubehör auf LSD – ähnlich wie iOS 7

Offen und ehrlich gesagt: Das offizielle Apple-Zubehör (also das Plastik-Backcover) für das iPhone 5C ist eine Lachnummer. Nicht nur weil das Backcover den iPhone-Schriftzug überdeckt, so dass nur noch „non“ oder „hon“ zu lesen ist. Es passt farblich sowas von nicht mit den normalen Farben zusammen. Aber solche Fauxpas fallen natürlich nicht nur mir auf, das sieht auch die Netzgemeinde und macht sich dementsprechend darüber lustig. Scheinbar spielen die Designer des iPhone 5C gerne 4Gewinnt und tragen während der Arbeit Crocs.

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Foto: Twitter-User @noisiac

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Foto-Compilation: Falk Hedemann

Wo bleiben Innovation und Mehrwert?

Was bietet das iPhone 5C für neue und innovative Features? Was hat der potentielle Käufer für einen Mehrwert? Wer schon das iPhone 5 besitzt, der wird sich mit Sicherheit das neue iPhone 5S mit Fingerabdruck-Sensor kaufen und nicht den Plastik-Gnom 5C. Neue Käufer werden von dem Preis abgeschreckt, so dass diese lieber zu einem Samsung-Gerät greifen, das nur einen Bruchteil kostet.

Von mir war es das nun zum Thema iPhone 5C. Ich werde nie wieder irgendwas über dieses Stück Bonzen-Plastik berichten. Andernfalls wird mir schlecht und ich muss kleine Plastik-Stückchen brechen. Guten Abend!

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Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.