Event-Erlebnis-Tagebuch: Intel 2in1 Adventstour in Berlin

Event-Erlebnis-Tagebuch: Intel 2in1 Adventstour in Berlin

Als Technik-Blogger oder Beauty-Lifestyle-YouTube-Experte hat man es oft nicht einfach. Etliche Unternehmen laden zu zahlreichen Events ein und wollen mit coolen/hippen Einfällen die gute Stimmung von günstigen Content-Autoren erkaufen. Die Kosten für Aufwand und Organisation sind oft aber höher als wenn einfach nur das beworbene Produkt an die eingeladenen Personen verschenkt würde.

Und so war ich bei Microsoft und Intel eingeladen, die mal fix die neuesten 2in1-Hybrid-Tablet-Notebook-Geräte vorstellen wollten – in Berlin. Da ich aber aus dem tiefsten Schwarzwald komme, war alleine schon die Anreise ein Erlebnis. Da ich sowieso gerade in Schreiblaune bin, werde ich das Erlebte in einem längeren Aufsatz niederschreiben. Wer nur über das Event lesen will, der kann hier links nach unten springen oder wer gar keine Lust auf Lesen hat, darf gerne wieder den Tab schließen, aber vorher noch den Beitrag teilen, um so zu tun als hätte man alles durchgelesen.

Der Morgen als…

Es ist 4:30 Uhr am Dienstagmorgen des 02. Dezembers. Meine zwei Smartphones eskalieren lauthals und zerstören, dank der App Timely, zeitgleich meinen Sexträum mit Daisy Haze. Ich schrecke auf wie ein tasmanischer Kampftiger, dem man gerade auf den Schwanz getreten ist und versuche schlaftrunken die Snooze-Funktion auf beiden Smartphones zu aktivieren. Bei anstehenden Terminen werde ich immer etwas paranoid und habe Angst zu verschlafen, daher hatte ich mir wohlweislich Note 2 und OnePlus One gestellt. Beide Wecker also gesnoozed, zurück ins Bett und wieder eingeschlafen. Läuft bei mir immer so.

BEEEP. Es ist 4:40 Uhr und erneut ballern beide Smartphones die zweitnervigste Melodie der Welt, direkt nach Justin Bieber, aus den Lautsprechern raus. Meine Ohren stehen flux nach oben, ähnlich wie bei den Elben aus dem Düsterwald. Schweiß dringt aus meinen Poren und ich fühle mich so als hätte ich den Geburtstag meiner Freundin vergessen, panisch und ängstlich zugleich. Blitzgeschwind schalte ich beide Wecker aus, rolle mich seitlich aus dem Bett, rutsche in meine Jeans und ziehe mir mein liebstes Business-Hemd von khujo an. Kurze Zeit bin ich mir nicht sicher, ob ich damit total overdressed auf einem Blogger-Event sein werde, aber für’s Socialisen sollte es gerade richtig sein. Man will ja keinen schlechten Eindruck hinterlassen.

Angezogen stehe ich also in meinem Zimmer und überlege was ich alles mitnehmen sollte. Glücklicherweise schreibe ich mir immer am Abend vorher kleine Post-Its, um den Zukunfts-Flo an wichtige Dinge zu erinnern. Ich schaue mir die Liste an, gebe meinem Vergangenheits-Ich ein mentales High-Five und packe Buchungsnachweis, Autoschlüssel, Geldbeutel und Smartphone in meine Notebook-Tasche. Eine Männer-Handtasche wäre auch einfach zu metrosexuell. Außerdem ist Mario bei uns für so etwas zuständig, der sein iPhone 6 Plus nicht mehr in seine Hosentasche stopfen kann und daher eine Männerhandtasche braucht – sehr männlich. #nohomo

Habe alles gepackt, sage dem Hund noch kurz Bye-Bye und steige in das Auto. Kurz kommt in mir das Gefühl hoch, dass ich ungefähr alles vergessen habe, was ich mitnehmen sollte. Dennoch fahre ich los, da ich im Zeitplan bleiben will. Mit 160 Kilogramm pro Inch pese ich in meinem silbernen Polo über die A81 in Richtung Stuttgart und parke nach knapp einer Stunde Fahrtzeit auf einem Park+Ride-Parkplatz, der nur eine S-Bahn-Station entfernt vom Flughafen liegt. Schließlich bin ja nicht so dumm und zahle 2000 Euro um einen Tag lang am Flughafen parken zu dürfen. Netterweise kostet mich der P+R-Parkplatz nur 2 Euro für 24 Stunden, daher sage ich FUCK IT, stelle das Auto ab, hole mir einen Fleischkäswecken und düse mit der nächsten S-Bahn zum Flughafen.

Am Flughafen…

IMG_20141202_061554

Weihnachten macht wohl auch vor dem Flughafen Stuttgart nicht Halt und so finde ich mich in einem hässlichen Winterwonderland wieder – ich könnte kotzen. Punkt 6:10 stehe ich verwirrt in der Eingangshalle und suche mein Terminal, um dort mein Flugticket zu lösen. Dort angelangt blinkt über meiner Birne ein dickes Fragezeichen auf, da ich auf Air Berlin gebucht wurde, aber weit und breit kein Schalter zu finden ist. Ich renne verwirrt durch Terminal 3 und finde nach sieben Minuten den Air Berlin-Schalter. Schwitzend frage ich: „Yo, bin ich hier richtig? Ich will hier ein Ticket lösen.“, und halte dem Mitarbeiter meinen Buchungs-Wisch unter die Nase. „Ja, da gehen Sie bitte zu dem Automaten dort drüben.“, antwortet er flux und zeigt hinter mich.

Sichtlich verwirrt laufe ich zu einem kleinen, roten Automaten, der mich nach einer Buchungsnummer fragt. Diese gebe ich ihm natürlich widerstandslos und werde daraufhin gefragt, ob ich nicht direkt mein Rückflug-Ticket ausdrucken will. Fix drücke ich auf „Ja“ und darf mir dann noch meinen Sitzplatz aussuchen. Wie geil ist denn bitte sowas. Klar nehme ich sofort zwei Mal den Fensterplatz und fühle mich sofort wie ein fetter Babo mit Goldkettchen, der die absolute Macht über alles hat. FUCKYEAH.

Mit diesem innerlichen Glücksgefühl renne ich zu der 180 Meter langen Schlange an Terminal 3. Überall stehen panische Menschen, die entweder Angst vor der Kontrolle haben oder gerade ihren Flug verpassen, weil sie zu spät sind. Doch auch ich beobachte aufmerksam alle Sicherheitsbeamten und versuche nicht irgendwie auffällig zu wirken, damit man mich nicht raus zieht. Keine Ahnung warum, denn schließlich habe ich nichts zu verbergen, außer einer dicken Waffe in meiner Hose – höhö. Ich laufe also lässig an den ersten Beamten vorbei, schaue brav in die Augen und wünsche einen guten Morgen. Alles andere wäre zu auffällig! Einer der Beamten ruft mir zu: „Nicht so oft in den Augen reiben!“. Sofort läuft mir kalter Angstschweiß in die Arschritze, als ich mich umdrehe um zu sehen wer mich da dumm von der Seite anmachte. Einer der Beamten zwinkert mir zu und knipst mir mit seiner Hand zu.

Schlagartig wird mir klar, dass er auf meine roten Augen anspielt, die ich irgendwie immer bekomme, wenn ich zu wenig schlafe, in einem großen Raum voller stinkender Menschen stehe und ich leicht aufgeregt bin. Schnell drehe ich mich um und laufe zu der Tante mit den Plastikkörben, wo die Taschen reingelegt werden müssen. Habe schließlich keine Lust irgendwo in ein Röhrchen zu pinkeln. Hastig ziehe ich meine Jacke aus, lege sie getrennt von meiner Laptop-Tasche in ein Körbchen und ziehe mir den Gürtel vom Leib, in der Hoffnung nicht die Hosen beim Durchschreiten des Scanners zu verlieren. Ich laufe durch den Pieper, nichts piepst und der Mann mit dem Scanner lobt mich fleißig. Swag.

In der Wartehalle…

IMG_20141202_070222

Ich packe meine 18 Sachen zusammen und laufe gemütlich zu Ausgang 337, den ich zu meiner eigenen Überraschung auf Anhieb finde. Ich setze mich neben einen rothaarigen Dude, der auf sein Notebook einhämmert als wäre er Journalist bei einer Zeitung mit vier Buchstaben und muss schon morgens um 6:30 Uhr dreizehn Artikel raushauen. Gegenüber sitzt eine Dunkelhaarige, die zu dem Dude rechts neben mir gehört, den ich als CEO von Irgendwas einschätze (schmierige Gelfrise und hässlichen Anzug mit kariertem Hemd und runden Brillengläsern). Der Typ Mann, der eine Frau zu Hause und drei im Büro vernascht und gerne Rotwein zu seinem Fisch trinkt.

Die Zeit vergeht und ich zocke eine Runde Candy Crush, um zu verstecken, dass ich heimlich alle Leute beobachte. Die Dunkelhaarige geht mir mit der Zeit immer mehr auf die Nüsse, weil sie so unfassbar falsch lacht, dass es mir schon peinlich ist. Dem Chef scheint es nichts auszumachen, der findet es bestimmt geil, denn er reißt ja die dicksten Witze – nicht. Dankenswerterweise erlöst mich die Durchsage der Boarding-Dame von dem schreckhaften Schauspiel und teilt mit, dass nun alle in den Flieger dürfen. Und es beginnt ein Schauspiel wie zur Paarungszeit der Pinguine. Auf einmal stehen alle Menschen von ihren Plätzen auf und reihen sich vor dem Boarding-Schalter ein. Knappe 30 Meter misst die Schlange und ich bin irgendwie der Einzige, der auf seinem Sitz bleibt, bis alle Wartenden im Flieger verstaut sind.

IMG_20141202_082547

Nach knappen fünf Minuten ist die Schlange aufgelöst, ich stehe auf und halte meine Boardingkarte an den Scanner. Bisher musste ich irgendwie noch nie meinen Ausweis zeigen, um zu beweisen, dass ich überhaupt der bin, der ich vorgebe zu sein. Der Scanner leuchtet Grün und ich laufe zum Fan Force One Flieger von Air Berlin. Dort steige ich ein und laufe stressfrei zu meinem Fensterplatz direkt neben dem rechten Flügel. Nachdenklich frage ich mich, ob das nicht der typische Hollywood-Flugzeugabsturz-Film ist, bei dem sich die Schrauben vom Flügel lösen und der Protagonist alles live mitbekommt. Drauf geschissen, es geht los und ich lenke mich mit den vor mir im Sitz eingeklemmten Lektüre ab.

IMG_20141202_080609

Die Stewardessen rennen durch die Gänge, schauen ob alle angeschnallt sind und schon erklingt die Stimme des Obersteward-Dudes, der, leicht feminin klingend, alles erklärt: Fluchtwege, Sauerstoff-Masken, etc. Langweiliger Kram, den man im Ernstfall sowieso vergisst. Da lobe ich mir Air NewZealand, die Peter Jackson und alle Dudes aus Mittelerde am Start haben, um alles Wichtige zu erklären. Ich schnalle mich an, höre mir das Blabla an und warte auf den Start. BOOM. Das Flugzeug zieht mit gefühlt 500 km/h nach vorne und presst mir sämtliche Gedärme in die Fußsohlen. Ich fühle mich wie auf Achterbahnfahrt, nur mit einer Rakete unterm Arsch und auf Extasy. Bis dato war ich erst zwei Mal geflogen, was aber auch schon wieder vier Jahre her war.

IMG_20141202_075951

Wir erreichen normale Flughöhe und düsen mit 819 km/h in Richtung Berlin. Unter uns liegen die Wolken so fluffig wie eine magische Schneelandschaft und ich sehe meinen ersten Sonnenaufgang über den Wolken. Es ist einfach unfassbar schön und magisch und es wird mein Leben verändern. Nach 55 Minuten ist die Magie vorbei und der Flieger landet sanft und sorgfältig in Berlin Tegel. Beim Aussteigen wieder das gleiche Phänomen wie beim Boarding. Alle Leute stehen wie von einer Biene gestochen auf und stellen sich im Gang auf, als würde es etwas umsonst geben.

IMG_20141202_082142

Ich bleibe einfach sitzen und lache innerlich über die anderen. Nach zehn Minuten Warten gehen endlich die Türen auf und die Schlange im Gang löst sich langsam auf. Ich stehe wieder auf und gehe stressfrei aus dem Flieger. Das Schokoherz von Air Berlin lasse ich im Korb, schließlich kann ich den Scheiß, aufgrund meiner Kakaounverträglichkeit, nicht essen.

Endlich angekommen..

IMG_20141202_122819

Im Flughafen angekommen, laufe ich Richtung Ausgang und lande bei einer verlassenen Straße. „Stehen bei einem Flughafen nicht immer 180 Taxen?“, frage ich mich. Gleichfalls verwirrt stehen mehrere Leute neben mir und wir entscheiden uns instinktiv einer Traube von Menschen hinterher zu laufen. Wo die hin gehen wissen wir nicht, doch dort muss es auch Leben geben, denke ich mir.

Da ich mich normalerweise gut auf die Reise vorbereite, schaue ich auf mein Smartphone, gebe die Zieladresse ein und suche mir den schnellsten Weg zum Microsoft-Hauptgebäude. Google Maps zeigt mir unfassbar viele Möglichkeiten an mein Ziel zu gelangen. Ich folge dem Pfad, der mich zum Busbahnhof führt, denn der Bus fährt ohne Umstieg ans Ziel. Ein paar Schritte später lande ich bei einem überschaubaren Busbahnhof und lasse mir ein Tagesticket von einem Mann neben dem Ticket-Automaten geben – kostet ja nur 6,70 Euro. Der Bus steht schon da, ich steige flott ein und sichere mir einen Sitzplatz, schließlich soll die Fahrt satte 38 Minuten gehen, fast so lange wie schon der Flug dauerte.

IMG_20141202_134001

Der Bus will gerade losfahren, als von hinten einige Menschen schreien, als würde gerade jemand abgestochen werden, und den Busfahrer zum Anhalten auffordern. Ein sichtlich ergrauter Mann rennt vorne zum Busfahrer und schreit ihn laut an, was denn die Scheiße soll, dass der einfach die Bustüren zu macht. Der Busfahrer-Babo erklärt ihm in schönstem Berlinerisch, dass die Türen von selbst schließen und er da keinen Einfluss habe. Problem geklärt, der Mann steigt ein und setzt sich. Schon jetzt liebe ich Berlin.

Während der Fahrt blicke ich aus dem Fenster und bekomme nach jeder Kreuzung das Gefühl, dass ich dort eben schon war, da die Häuser einfach überall genau gleich aussehen. Plötzlich kommen wir am Bundestags-Viertel vorbei und sofort wirkt alles bonzig und übertriebne groß. Vor dem Brandenburger Tor steige ich aus, da ich noch etwas Touristen-Scheiße ablaufen will, da ich viel zu früh dran bin. Ich renne an allen Botschaften vorbei, überlege mir einfach meine Tasche dort abzulegen und wegzurennen. Ich entscheide mich aber doch nur in den Starbcks zu gehen, weil ich unfassbar dringend auf die Toilette muss.

IMG_20141202_091621

Mit erleichterter Blase und Vanilla Latte in der Hand gehe ich in Richtung Ziel: Microsoft-Haus. Etwa 800 Meter Fußweg stehen mir bevor, so sagt Google Maps. Ich latsche los, überall nur leere Baustelle zu sehen, Polizisten vor Botschaften stehend und es ist arschkalt. Vor dem Microsoft-Haus angekommen, suche ich den Eingang. Dank eines dicken, blauen Intel-Schildes in der Querstraße, finde ich dann doch den Weg zum Glück. Ich gehe hoch, werde von einer netten, blonden Dame begrüßt und erhalte nach kurzem Smalltalk mein Namensschild. Ab sofort fühle ich mich direkt ein bisschen wichtiger als sonst.

Bei Microsoft im Hause..

IMG_20141202_112435

Ich laufe in einen großen Raum, in dem etwa zwanzig 2in1 Notebook-Tablets, mit Windows 8.1 aufgespielt, stehen. Scheinbar bin ich einer der Ersten der am Start ist, da sonst nur ein paar Intel-Dudes hektisch durch die Gegend rennen und sonst gähnende Leere herrscht. Ich schaue mich ein wenig um, entdecke das Buffet und hole mir einen kleinen Snack. Die Bude füllt sich allmählich mit den unterschiedlichsten Autoren: Lifestyle, Mode, Windows, Hardware und ganz normale Technik-Blogs. Alle tragen normale Outfits, T-Shirt, Pulli und Jeans. Und wie sehe ich aus? Wie ein verschissener Vertreter mit Hemd, Krawatte und schicker Jeans. Kein Wunder, dass alle denken ich würde für Intel arbeiten und könne Fragen beantworten.

Endlich ist 10 Uhr, die Feier beginnt. Eigentlich wollte Microsoft mit einer Präsentation feierlich das Event einläuten, aber Pustekuchen. Wie ich kurz davor erfuhr, fällt die Präsi flach, da kein einziger Mensch von Microsoft am Start sein konnte, da alle Lufthansa buchten und diese an diesem Tag streiken. Netterweise läuft auf einem Beamer im Hintergrund die Präsentation in Dauerschleife, weshalb ich mir in etwa vorstellen kann was da erzählt werden sollte. Irgendein Marketing-Blabla darüber wie viel Geld der Durchschnittsdeutsche an Weihnachten ausgeben will und für was. Dann noch die logische Schlussfolgerung, dass ein Intel 2in1-Gerät die beste Wahl zu Weihnachten ist, da eben viele Menschen nur technischen Kram verschenken wollen.

Zu viele Tablets..

IMG_20141202_105825

Überwältigt von diesem marketingtechnischem Geniestreich mache ich mich auf, um die Geräte genauer zu inspizieren. Vor mir liegen folgende Geräte:

  • Acer Aspire Switch 10 FHD
  • Acer Aspire Switch 11
  • Acer Aspire Switch 12
  • Alpentab Wienerwald
  • ASUS Transformer Book T100
  • CSL Panther Tab 10
  • Dell New Latitude 13 7000 Series 2in1
  • HP ENVY x2
  • HP Pavilion x2
  • Lenovo ThinkPad Helix
  • Lenovo Yoga 3 Pro
  • Microsoft Surface 3 Pro
  • ODYS Wintab 10
  • ODYS Windesk X10
  • Toshiba Portege Z10t
  • Toshiba Satellite Radius 11
  • Wortmann terra pad 1060T

Ich könnte an dieser Stelle mit Bildern und Datenblättern zu den Geräten um mich werfen. Da sie alle aber fast gleich aussehen, erspare ich mir und euch das Palaber. Wenn ihr tatsächlich doch ein 2in1-Gerät sucht, habt ihr ja jetzt die Namen, nach denen ihr suchen könnt. Prinzipiell sind alle Geräte eigentlich Tablets mit einem Tastatur-Dock bei, Intel-Prozessor unter der Haube und Windows 8.1 vorinstalliert – außer das Lenovo Yoga 3 Pro. Eben das, zusammen mit dem Surface 3 Pro und dem Wienerwald Alpentab, sind so die einzigen Geräte, die irgendwie etwas Innovatives vorzuweisen haben. Der Rest ist einfach nur: same stuff, different manufacturer.

IMG_20141202_101108

Ich knipse ein paar Bilder von den spannenden Geräten, wozu ich noch ein paar Hands-On schreiben will und werde. Während einige anwesende Blogger jedes einzelne Gerät von allen Seiten knipsen und sich teilweise zehn Minuten lang mit dem Gerät filmen und bisschen was dazu labern, um später 100 Klicks auf YouTube erhalten, suche ich mir lieber ein paar sympathische Menschen, mit denen ich mich einfach so unterhalten kann. Tatsächlich finde zwei Dudes und unterhalte mich nett mit ihnen, was die restliche Zeit verfliegen lässt. Währenddessen futtere ich Spätzle mit Geschnetzeltem und einem merkwürdigen Nachtisch. That’s it.

Schade, schon vorbei..

IMG_20141202_130139

Es ist 12 Uhr, die Veranstaltung ist vorbei, ich verabschiede mich von den zwei Dudes und laufe noch ein wenig durch Berlin: Bundestag, Kanzleramt und all der Touristenkram bleibt nicht von mir verschont. Innerlich hoffe ich irgendwo auf Merkel zu treffen, um sie dann lauthals anzuschreien. Dann würde ich schnell wegrennen und laut kichern. Ich teile dieses Vorhaben in WhatsApp mit einem Kumpel, weshalb Merkel sicherlich vom BND gewarnt wurde und nicht auftaucht. Während ich dann im völlig leeren Bundestags-U-Bahnhof auf die Bahn warte, die generell nur zwei Stationen anfährt (eine unfassbare Geldverschwendung!), schreibt mir unser Oberlauch Justin, dass ich doch die beste Currywurst Berlins essen solle. Mein Flieger geht in 150 Minuten, bleibt also genug Zeit durch halb Berlin zu düsen für eine Currywurst.

Ich komme irgendwie am Hauptbahnhof an, suche den passenden Bus zur Currybude und fahre ein paar Stationen, um zu merken, dass ich mich in die falsche Richtung bewegt habe. Schnell steige ich bei der nächsten Station aus, orientiere mich via Google Maps neu und steige in den nächsten Bus in die andere Richtung ein. Mit etwas mehr Zeitdruck im Nacken, plane ich den weiteren Ablauf. Bus, U-Bahn, Currywurst futtern, zurück zur U-Bahn und direkt zum Bus, der dann bis zum Flughafen fährt.

Gesagt getan, steige ich aus der U-Bahn aus und will zur Currywurst-Bude. Doch wo ist sie? Oberlauch Justin sagte mir nur die Straße und nicht die Hausnummer, weshalb ich rumstand wie ein junges Reh vor der Autobahn. Über Google Maps erfahre ich, dass ich am falschen Ende von Berlin bin, ich schnauze Justin an, er sagt mir dass ich richtig sei und er nennt mir die Adresse. Ich laufe 200 Meter und sehe Curry61. Justin hatte also nicht gelogen. Küsschen.

Ich schnappe mir die Wurst ohne Pelle, mit Pommes und laufe zur U-Bahn-Station zurück. Ich setze mich auf die Bank, schiebe mir die Currywurst genüsslich rein und bin gerade fertig, als die Bahn einfährt – perfektes TIMING! Ich steige ein, steige ein paar Stationen später wieder aus, hole mir noch fünf Postkarten für einen läppischen Euro in einem der 10000 Souvenir-Läden Berlins und bewege mich zum finalen Bus, der mich zum Flughafen bringt.

Schnell schnappe ich mir direkt einen Sitzplatz, da ich sowieso bei der Endstation aussteigen will. Fix überlege mir eine Ausrede, falls eine alte Omi kommt und den Platz will. Fortan heiße ich Olaf, spreche nur noch bayrisch und kann die Omi daher nicht verstehen – Mi Scusi . Glücklicherweise kommt keine Omi, dafür aber 200 andere Menschen, die in den Bus wollen. Statt zu sagen „Hey, der Bus ist voll, nehme ich doch den nächsten.“, quetschen sich alle Menschen in den Bus. Neben mich drängt ein Kerl, der vermutlich nur Körperkontakt sucht und auch sonst schwitzen alle Menschen dicht an dicht und tauschen brav ihre Keime aus.

IMG_20141202_154544

Als wäre dies nicht genug, gibt es noch Stau. Der Bus tuckert im Schritttempo vor sich hin und ich beginne langsam zu schwitzen. Nicht, weil mir der Typ so sehr auf die Pelle rückt, sondern weil mein Zeitpuffer immer weniger wird. Ich schaue immer wieder auf mein Smartphone und überprüfe ob es nicht schneller wäre zu laufen, anstatt zu fahren. Aber es ist zu weit, meine Beine zu kurz und aus dem Bus komme ich sowieso nicht raus. Ändern kann ich meine Situation sowieso nicht, deshalb beobachte ich fleißig meine Mitmenschen und überlege mir coole Stories, weshalb sie gerade jetzt in den Bus wollen.

Wieder am Flughafen..

Nach gefühlten 900 Minuten und realen 70 Minuten Busfahrt komme ich endlich am Flughafen an und laufe sofort im Stechschritt zu meinem Gate, das mal wieder am komplett anderen Ende des Geländes ist. Hart am schwitzen, überwinde ich die Sicherheitskontrolle, gehe noch schnell aufs Klo, da ich im Bus nicht konnte und setze mich zu meinem Abflugausgang. Dort beobachte ich wieder Menschen, schreibe meinen Freunden nervige Nachrichten, da mir langweilig ist und warte darauf dass es endlich losgeht.

Und da kommt auch schon die Durchsage, dass sich die Vorbereitung des Fliegers um 15 Minuten verzögert. Habe ich mich also umsonst abgehetzt. Ich warte also und warte und warte, bis es dann nach 20 Minuten endlich losgehen kann. Und wieder stehen alle Menschen um mich herum im Eiltempo auf und reihen sich in einer Schlange auf. Wie immer warte ich, dass sich der Trubel gelöst hat und laufe ohne große Wartezeit bei der Boarding-Dame vorbei.

IMG_20141202_180628

Der Flieger ist dieses Mal etwas kleiner, ich sitze ganz hinten am Fenster und es kann losgehen. Durchsage, Blabla und BOOOM geht es wieder mit 10000 km/h auf der Startbahn in Richtung Luft. Der Pilot gibt durch, dass wir etwas im Verzug seien und wir daher mit etwas erhöhter Geschwindigkeit gen Stuttgart flitzen. Ich schaue unterwegs auf den Monitor und sehe, dass wir nun mit 916 km/h düsen – wtf. Wie kann man so schnell fliegen und nichts merken? Ich fühle mich wie einem ICE, der bei Nacht fährt, da man draußen nichts sieht. Unfassbar faszinierend. Wir landen, alle Menschen stehen wieder als Schlange aufgereiht im Flieger. Erfolgreich ausgestiegen, laufe ich gemütlich zum Ausgang, fahre mit der S-Bahn zurück zu meinem Auto, steige ein und fahre zu meinem besten Kumpel. Nach einer dicken Dönerpizza und netten Gesprächen, schlafe ich schnell im Gästebett ein. Ein aufregender Tag – es war ein tolles Erlebnis. Gerne dürft ihr mich auch zu eurem Event einladen.

IMG_20141202_210320

The following two tabs change content below.

Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.