Acer Liquid E3 Plus in unserem Hands-On

Acer Liquid E3 Plus in unserem Hands-On

acer-liquid-e3-4

Richtig geile Ware zu einem heißen Preis auf den Markt werfen, bekommen nur weniger Hersteller auf die Reihe. Die meisten sparen da an den falschen Ecken und Enden, um auf so einen günstigen Preis zu kommen. Darunter leiden schlussendlich nicht nur die Kunden, sondern auch das Produkt. Mit dem Liquid E3 Plus hat Acer einen neuen Versuch gestartet in der Smartphone-Welt  überhaupt wahrgenommen zu werden. Ob das 249 Euro teure Gerät die Kohle wert ist, haben wir uns auf der CeBIT angeschaut. Aufgepasst, die Plus-Edition ist speziell für den deutschen Markt gedacht und besitzt 1 GB mehr Arbeitsspeicher.

acer-liquid-e3-1

Die Specs des Acer Liquid E3 Plus können sich in der Tat sehen lassen: Quadcore-CPU, 4,7 Zoll IPS-HD-Display, 2 GB RAM, 13-MP-Kamera, 4 GB internen Speicher + microSD-Karte, 2.000-mAh-Akku und Android 4.2.2. Doch in den Details scheiden sich die Geister. Der Quadcore-Prozessor stammt von MediaTek und ist bekanntlich nicht mit einem gleichwertigen des Marktführers Qualcomm vergleichbar. Und das merkt man man einfach bei der Bedienung. Es ruckelt teils und die Latenzzeit zwischen Tippen und Reaktion ist deutlich erkennbar. Möglicherweise ließe sich das verhindern, wenn man Android so gelassen hätte, wie es Google freigibt. Aber nein, man muss ja immer alles ein bisschen anpassen und „optimieren“, damit der Kunde etwas Tolleres hat. Was im Grunde Schwachsinn ist, da sich vermutlich niemand beschweren würde, wenn ein Hersteller Stock-Android ausliefert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann einer schreit: „Was soll der Blödsinn? Ich hätte so gerne einen überfüllten Launcher auf meinem Handy, der meinen Speicher frisst und mit unnötigen Apps zugemüllt ist!“.

acer-liquid-e3-3

Abgesehen davon, bietet das Acer Liquid E3 Plus eine sehr nette Rückkamera, die Bilder mit 13 Megapixel ablichtet. Die Frontkamera besitzt zudem einen eigenen Blitz, womit Selfis einigermaßen ausgeleuchtet werden. Jedoch ist die Auflösung der Frontkamera mit 2 Megapixel etwas klein bemessen, so dass sich dieses Feature überhaupt nicht lohnt. Der Knopf auf der Rückseite macht die Frontkamera zusätzlich unnötig, da man damit die Kamera auslösen kann und man damit einfach die gute Rückkamera für Selfies benutzen könnte.

acer-liquid-e3-2

Richtig geil finde ich die Kamera-Option „Gesichtsschönheit“. Was auf den ersten Blick sehr oberflächlich und leicht rassistisch klingt, ist es im Grunde aber nicht. Man kann damit lediglich die Hautfarbe und die Helligkeit im Bild anpassen und nicht festlegen, welchen Typ Haut man jetzt fotografieren will. Hautfarbe ist ja immer ein leidiges Thema in der Fotografie und so kann man eben im Vorhinein festlegen, ob die Gesichter automatisch immer etwas heller und matter angezeigt werden sollen. Das ist sicher praktisch für Frauen, die mit einem automatischen Matt-Filter nie wieder Make-Up auftragen müssten.

Um wieder zurück zum eigentlichen Thema zu kommen, das Gehäuse des Liquid E3 wirkt durch das glänzende Polycarbonat nicht sonderlich wertig und der Knopf auf der Rückseite erweckt ebenfalls kaum den Eindruck, dass man ein sehr wertiges Gerät in der Hand hält. Wie sich das Gerät allerdings im Alltag schlägt, das können wir so noch nicht sagen, da wir das Liquid E3 Plus nur an dem Messe-Stand von Acer begrabbelt haben.

The following two tabs change content below.

Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.