HTC One M9 oder Galaxy S6? 19 Gründe, die für das One M9 sprechen

HTC One M9 oder Galaxy S6? 19 Gründe, die für das One M9 sprechen

„HTC One M9 oder Samsung Galaxy S6?“ Das ist wohl eine der größten Fragen, die sich die Menschheit je gestellt haben könnte. Verbale Blitzkriege wurden auf Schulhöfen ausgetragen, Fahrradreifen zerstochen, kleinen Kindern der Lolli weggenommen und Köpfe in Toiletten gesteckt – aber wofür? Nur um zu wissen welches der beiden Smartphones nun besser ist? Nein, denn beide Geräte spielen in der Major-League der Smartphones. Es geht vielmehr um Ideale, Träume und um ein Lebensgefühl das vermittelt werden soll.

Doch wie lässt sich die anfängliche Frage aller Fragen so einfach beantworten? Mit der Zahl 42? Mitnichten! Es gibt kein kein 0 und 1, kein richtig oder falsch für dieses Rätsel. Denn möchte ich versuchen euch das erste Puzzle-Teil zu geben, das euch womöglich in die richtige Richtung schiebt: 19 Gründen die für das HTC One M9 sprechen. Es gibt sicherlich auch etliche Punkte, die für den Kauf eines S6 sprechen würden, doch die Zahl 19 ist magisch und das S6 konnte nicht so viele Punkte aufweisen.

Punkt 1: Designsprache

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HTC scheinen ihre goldene Mitte, quasi ihr gestalterisches Qi, gefunden zu haben. Sie sind zudem sehr nahe an Apple dran, die ebenfalls immer relativ wenig an ihren neuen iPhones veränderten. HTC nahmen sich scheinbar die Zeit zwischen dem Release der neuen Flaggschiffe, um bestehende Mankos auszumerzen, statt sich lange ein neues Design und weiteren unnötigen Shizzle auszudenken. Und so zeigt sich das HTC One M9, in meinen Augen, als bisher schönstes HTC-Smartphone und beweist eine vorbildliche Kontinuität in Sachen Design und Formfaktor.

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Komplettes Gegenteil: Samsung versucht sich bei jedem Flaggschiff komplett neu zu erfinden. Kein Flaggschiff erinnert an das alte und so spaziert das S6 erneut in einem komplett neuen Gewand auf die Bühne. Leider trifft es nicht meinen Geschmack und ich finde es sehr schade, dass es das S6 nicht in dem geilen Grün des S6 edge gibt. Und so kackt das S6 im direkten, optischen Vergleich mit dem One M9 stark ab – zumindest empfinde ich das so.

Punkt 2: Materialien

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Beide Geräte besitzen ein Alu-Chasis, dennoch bietet das One M9 eine ausgewogener Material-Auswahl. Hier besteht der komplette Body aus Metall und wird nur von einzelnen Gummi-Stripes unterbrochen, die für den Empfang notwendig sind. Es wirkt wie aus einem Guss und ist zudem noch handlich, was auch dem leicht höheren Gewicht zu verdanken ist.

Bei dem Galaxy S6 dreht mixt Samsung wieder komplett durch. Alu-Chassis, Gorilla Glass auf der Rückseite, Pulsmesser in der Rückseite und HomeButton aus Polycarbonat. Mir ging Gorilla Glass schon beim Nexus 4 tierisch auf die Nüsse, insbesondere, weil es sehr anfällig für Risse und Brüche war.

Punkt 3: Handling

Das HTC One M9 fühlt sich handlicher als das S6 an, auch wenn die Maße beider Geräte nicht weit auseinander liegen. Zum Vergleich: 144,6 x 69,7 x 9,61 mm misst das One M9 und 143,4 x 70,5 x 6,8 mm das S6. Dennoch schmiegt sich das One M9 der Hand besser der Hand an, was wohl der abgerundeten Rückseite geschuldet ist. Das S6 ist mehr ein flacher Klotz.

Punkt 4: Display-Größe

Zwar sind die Gehäuse der Geräte nahezu gleich groß, dennoch unterscheiden die Diagonalen ihrer Displays um satte 0,1 Zoll. Satte 5,0 Zoll misst das Touch-Display des HTC One M9. Stattliche 5,1 Zoll verspricht das Display des S6 in der Diagonalen und ist damit nur marginal größer als das One M9. Kleiner empfinde ich in diesem Fall als besser, weshalb der Punkt zum M9 wandert. Falls das noch nicht reicht: Mir ist auch die Super LCD 3-Technologie des HTC One M9 lieber als das Super AMOLED des Galaxy S6, da mir dort die Farben immer zu sehr knallen.

Punkt 5: FullHD sinnvoller als QHD

Der Pixelwahn nimmt immer absurdere Ausmaße an. Es kann mir keiner erzählen, dass er einen krassen Unterschied zwischen 576ppi (Galaxy S6) und 441 ppi (One M9) bei fast identischer Display-Größe sehen kann. Zudem verbrauchen mehr Pixel normalerweise mehr Strom und daher halte ich es für sinnvoller ein Optimum zu verbauen, statt eines Maximums. Punkt für das One M9.

Punkt 6: Benutzeroberfläche

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TouchWiz sieht für mich mit jeder neuen Version noch unschöner und unfertiger aus. In der aktuellen Version erinnert es mehr an Tizen als an etwas cooles und die Icons sehen zusätzlich scheiße aus. Es gibt zwar Themes, aber gibt keine wirkliche Design-Sprache des Standard-Themes. Meiner Meinung nach hat sich hier keiner hingesetzt, um ein sinnvolles Konzept auszuarbeiten. Bei HTC Sense 7 sehe ich dafür sinnvolle Elemente (BlinkFeed) und optisch wirkt alles so als hätte sich jemand Gedanken gemacht und alle Elemente auf einander abgestimmt.

Punkt 7: Lautsprecher – BOOM 

Zu BoomSound muss ich im Grunde nicht viel sagen, sollte jedem ein Begriff sein. Der Sound schallt von vorne direkt ins Fressbrett. Zwar hat Samsung die Lautsprecher endlich mal auf der Unterseite platziert, um zu vermeiden, dass der Schall nicht im Tisch oder auf dem Boden stecken bleibt. Doch gegen das One M9 kommt der Lautsprecher schlicht nicht an.

Punkt 8: Anderer Audio-Kram

Damit die BoomSound-Lautsprecher richtig bumsen und das Headset zart die Ohren mit Musik befüllt, arbeitete HTC dieses Mal mit Dolby zusammen und implementierte Dolby Audio™ mit Support für Hi-Res 24-bit/192 kHz (Chip weiß ich grad nicht). Zwar verbaut Samsung einen Wolfson-DAC und bietet die App SoundAlive, doch HTC klingt für mich besser. Da Samsung auch keinen microSD-Slot verbaut, dürfte das Ding für audiophile Menschen wenig interessant sein, da man ja gerne extra viel Mukke auf der microSD speichert. Eine ähnliche Meinung vertritt auch gsmarena, die das wohl etwas technischer betrachtet haben.

Punkt 9: Cloudspeicher

In der kleinsten Variante bekommt man das Samsung Galaxy S6 mit 32 GB Speicher, dann gibt es noch 64GB und 128 GB. Bei dem HTC One M9 ist es etwas anders. Hier gibt es nur eine Version mit 32 GB internem Speicher. Dafür lässt sich jedoch eine microSD einführen. Vom internen Speicher bleibt im Normalfall aber nur sehr wenig übrig, was die meisten Hersteller so gut wie nie auf die Verpackung schreiben. Nach Abzug von Umrechnungsfaktor von Bits zu Bytes und den eigenen Apps des Herstellers, bleibt am Ende nicht viel bei über.

So haben Besitzer eines HTC One M9, mit angegebenen 32 GB, am Anfang nur knapp 21 GB zur freien Verfügung. Bei Samsungs Galaxy S6 ist der Speicher ebenfalls ziemlich hart zugemüllt, denn hier bleiben nur knapp ca. 23 GB von angegebenen 32GB über. Sind beides schwache Leistungen, weshalb ich den entscheidenden Punkt hier von dem zugeschenkten Cloudspeicher abhängig mache:

HTC One M9: 100 GB Google Drive für 2 Jahre

Samsung Galaxy S6: 115 GB Microsoft OneDrive für 2 Jahre

Da OneDrive beschissen ist und Microsoft gerne mal Files der User scannt und diese bannt (siehe hier), geht der Punkt hiermit an HTC. Drive rockt.

Punkt 10: microSD-Slot

HTC One M9: Yes, bis zu 128 GB große Speicherkarten passen rein. Ergo bekommt man zu den läppischen 21GB internem Speicher Samsung Galaxy S6: Nope, keine microSD. Nuff said.

Punkt 11: Frontkamera

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Selfies sind hart im Trend. HTC verschiebt die Ultrapixel-Technologie auf die Vorderseite und macht damit brauchbare Selfies bei schlechtem Licht. Samsungs Galaxy S6 verbaut einen „normalen“ Sensor in der Front und macht damit ebenfalls brauchbare Bilder. Bessere Resultate liefert aber meiner Meinung nach das One M9 bei schlechtem Licht. Zudem bietet das One M9 eine unfassbar breite Range an Software für die Frontkam. Morph-Effekte, Filter, bla und alles.

Punkt 12: CPU

Snapdragon 810 gegen Exynos 7420. Beide haben 2×4 Kerne unter der Haube und werden gerne als Octacore beschimpft. Doch welches ist die bessere CPU? Womit lässt sich das messen? Benchmarks? Ach, drauf geschissen, es geht um Performance im Alltag. Hier laufen beide flüssig, bei Games kackt keiner ab und Apps starten flink. Da ich den Exynos in meinem Note 2 aber nicht leiden kann, den Snapdragon meines OpO dafür umso mehr, geht der Punkt an das HTC One. Such badassness.

Punkt 13: Werbung

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Samsungs „Next is now“-Slogan ist schon sehr langweilig und nervig. Und auch die ständigen Anspielungen im Deutschen mit dem Wort „jetzt“ gehen mir hart auf die Nüsse. „Samsung ist jetzt“, „du bist jetzt“, „testen ist jetzt“ oder „blablaba ist jetzt“. Das nervt einfach fürchterbar.

„Let them stare“ von HTC, finde ich da schon etwas spannender, provokanter und sexier.

Punkt 14: Akku

Stattliche 2.840mAh finden im HTC One M9 Platz, das Galaxy S6 bietet nur 2.550 mAh. Es wäre also nicht fair zu vergleichen wie lang beide an der Steckdose nuckeln, da der eine Akku mehr fasst. Spannender ist da die Alltagslaufzeit und die Coolness des Energiesparmodus. Zwar bietet Samsung einen Ultraenergiesparmodus, der bei den letzten 10% das Display auf S/W setzt, doch HTC liefert in meinen Augen die angenehmere Gesamtlösung.

Punkt 15: Preis

HTC One M9: Bei Idealo schon ab 679 Euro

Samsung Galaxy S6: ab 693,18 Euro

Punkt 16: Wiederverkaufswert

Zwar kostet das HTC One M9 bei der UVP ein paar Scheine mehr, dafür ist es voraussichtlich wertstabiler als ein Galaxy-Smartphone. Diese verloren bisher immer sehr schnell und stark an Wert. Zumindest hatte ich das bereits im letzten Vergleich der Flaggschiffe aufgelistet.

Punkt 17: Updates

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HTC One M9: Android 5.0.2 HTC One M8: Android 5.0.2 HTC One M7: Android 5.0.2 

Samsung Galaxy S6: Android 5.0.2 Samsung Galaxy S5: Android 5.0.2 Samsung Galaxy S4: Noch Android 4.4.2 in DE

HTC liefert schneller und mit weniger Problemen für ältere Flaggschiffe. Läuft.

Punkt 18: Zubehör

Das schöne an einem HTC Smartphone ist, dass ich keine Gummihülle oder sonstige Bumper benötige, da das Gerät an sich relativ stabil ist und nur das Display brechen kann. Das passiert aber sehr oft auch mit einem Bumper, wenn etwa ein Kieselsteinchen auf dem Boden liegt oder das Ding gegen eine Ecke knallt. Daher bietet sich für das One M9 eine Handytasche an, die das Gerät in der Hosentasche schützt. Dadurch hat man immer das pure Feeling des Alu-Gehäuses in den Fingern, was sehr geil ist. Außerdem ist das Dot-View-Cover ganz nice.

Das Galaxy S6 braucht jedoch sehr dringend einen Bumper, da erstens die Rückseite sehr anfällig für Risse sein könnte und das Kameramodul fürchterbar weiter raus steht, dass das Ding überall hängen bleibt: In der Hose, in der Handtasche, im Koffer oder in der Sporttasche. Empfinde ich als eher störend, weshalb das HTC hier die Nase vorne hat.

Punkt 19: Stabilität

Das HTC One M9 dürfte sehr viel stabiler sein als das Galaxy S6. Das leite ich daraus ab, dass das S6 edge im aktuell gehypten Video komplett easy zerbröselte, während das One M9 ein wenig gebogen ist. Gut, das S6 edge hat eine leichtere Sollbruchstelle am Rahmen und wegen des Displays, doch ich denke nicht, dass das Galaxy S6 so much stabiler sein wird.

Und nun zerfetzt mich. 🙂

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Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.