Kamals Kritik: Bloodborne (PS4), Ich glaub‘ ich dreh‘ durch

Kamals Kritik: Bloodborne (PS4), Ich glaub‘ ich dreh‘ durch

Ich weiß: Ich habe mich erst vor zwei Wochen über ein Spiele-Thema aufgeregt, aber ich muss meinem Ärger über dieses verdammte Bloodborne jetzt endlich Luft machen.

„Was zur Hölle soll diese Scheiße?“ und „Das kann doch nicht sein!?!“ Das sind die wohl häufigsten Gedanken, die ich ab der ersten Spielminute von Bloodborne hatte. Ich habe mich verleiten lassen: Das Spiel sah (und sieht) auf den ersten Blick sehr gut aus, hätte ich mich doch nur vorher etwas mehr über das Spiel an sich informiert. Aber nein, ich musst ja einen Impulskauf tätigen.

Ich habe mich nie für Spiele wie Dark Souls oder Demon’s Souls interessiert. Warum? Weil sie mir zum Spielen zu anstrengend sind. Doch aufgrund des Angebots im PlayStation Plus Store habe ich bei Bloodborne einfach zugeschlagen. Und jetzt ärgere ich mich irgendwie doch ein wenig über die 40 Euro, die ich dafür ausgegeben habe.

Aller Anfang ist schwer. Und danach noch mehr

Das Problem an Bloodborne ist nicht etwa, dass es nicht gut ist oder scheiße aussieht. Ganz im Gegenteil. An sich gefällt mir das Spiel sehr gut: Monster, der düstere Schauplatz, Blut, ausgefallene Waffen. Aber warum um Himmels Willen ist diese Spiel so übertrieben schwer?

Ja, es gibt sicherlich Leute, denen gefällt das. Leute, die vielleicht sonst nur wenig Herausforderungen im Leben meistern müssen und sich hier endlich mal unter Beweis stellen können (Spaß). Aber warum macht irgendjemand ein Spiel wie dieses so unverfroren anstrengend, dass der Spielspaß einfach zerstört wird?

Es ist nicht einmal das Problem, dass Gegner schwierig zu besiegen sind und man es 100 Mal probieren muss, bis man es hinkriegt. Das Problem ist, dass man bei jedem Tod den ganzen Scheiß vorher, bis man überhaupt erst zu diesem verschissenen Gegner kommt, immer und immer wieder bewältigen muss. Das grenzt an Hospitalismus.

Entspannung ist anders

Ganz ehrlich: Prinzipiell will ich ein Spiel spielen, um mich zu entspannen, nicht um dabei durchzudrehen. Ich bin kein geduldiger Mensch, liebe aber eine Herausforderung. Aber ein Spiel wie Bloodborne so zu zerstören, ist für mich schon leicht grenzdebil, da es dadurch Leute komplett abschreckt, die vielleicht auch Lust auf eine gehörige Portion Monster & Co. haben, mit einem solchen Schwierigkeitsgrad aber einfach nicht klar kommen.

Ich hätte es beim ersten Einschalten und einem Fehlen der Auswahl einer Schwierigkeitsstufe wissen müssen. Ach Fuck, ich gehe jetzt noch eine Runde spielen. Und genau das ist das andere, was mich so daran ärgert. Beim Spielen habe ich das Gefühl, dass ich selbst einfach zu bescheuert und unfähig bin, um weiter zu kommen. Und dagegen muss sich ja eigentlich was machen lassen, denn andere kriegen das ja auch hin. Verdammt. Dann schau ich mir doch eben das Anfänger-Video an und hoffe, dass ich dann irgendwann wieder Spaß mit dem Spiel habe.

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Kamal

Chaosforscher/Alltagspedant
Menschenfreund und Misanthrop, Technik gehört zu seinen größten Freuden und Leiden. Mobile Telefone kamen erst relativ spät in sein Leben, davor ging es auch irgendwie. Die letzten Jahre fanden vor allem im Internet statt, die Welt draußen war nur noch ein Platz zur Nahrungsaufnahme. Heute ist alles anders.