Pulsense & Runsense: Epson stellt sechs neue Fitness-Wearables vor

Pulsense & Runsense: Epson stellt sechs neue Fitness-Wearables vor

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Drucker, Drucker, Drucker, Drucker, Beamer. Das sind wohl die einzigen Schlagworte, die einem in den Kopf flattern, wenn man den Namen Epson hört. Aber die Dudes aus Japan können auch anders und bringen insgesamt gleich sechs neue Fitness-Wearables auf den Markt. Falls ihr fragt, warum ich den Überbegriff „Wearables“ nutze, dann gibt es da zwei simple Antworten: Erstens weil ich swag bin und zweitens, weil es zwei verschiedene Modellreihen sind. Es gibt hier die Epson Pulsense-Reihe, die nur die Herzfrequenz misst und dann die Epson Runsense-Reihe, die hauptsächlich dazu gedacht ist die GPS-Koordinaten beim Outdoor-Sport zu messen. Allerdings gibt es auch ein Hybrid-Modell, das beide vereint.

Um Verwirrung vorzubeugen: Der letzte Buchstabe der Modellbezeichnungen beschreibt die Farbe des jeweiligen Modells.

Fitness-Tracker Pulsense: PS-100B/T und PS-500B

Die beiden Pulsense-Modelle unterscheiden sich dahingehend, dass die über ein Display mit Textanzeige verfügt und die andere nur über eine blinkende LED-Anzeige. Funktionell gibt es aber keine Unterschiede, beide messen jeweils den Puls (also die Herzfrequenz) mit Hilfe eines grünen Lasers, sie zählen die Schritte mit, überwachen den Schlafrhythmus und sind außerdem wasserdicht bis 3 Bar. Des Weiteren vibrieren die Fitness-Tracker bei neuen Nachrichten, wenn man sie über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden hat.

Beim Antesten funktionierte das auch problemlos, nur mein Puls war merkwürdigerweise nach 1 km joggen bei 140. Das liegt wohl eher an meiner fehlenden Fitness als an der Uhr. Der gemessene Puls wird dann anhand der LEDs anzeigt, wovon es insgesamt fünf Stück gibt. Befindet man sich im Ruhepuls (die Uhr checkt den für euch aus mit der Zeit), dann leuchtet nur eine LED und wenn man einfach nur fett ist und 1 km rennt (so wie ich), dann leuchten eben schon vier LED auf. Bei fünf leuchtenden LEDs wird es allerdings kritisch, was nicht so hipp ist.

Bis zu 36 Stunden gibt Epson als Akku-Laufzeit an, wenn man ununterbrochen seinen Puls misst. Für beide Pulsense-Modelle gibt es zudem eine App zur Datensammlung und zur sichtbaren Darstellung, auf den Plattformen Android, iOS oder über den Webbrowser. Das kleinere Modell PS-100 kostet 149,99 Euro und das größere Modell PS-500 kostet immerhin schon 199,99 Euro.

Fitness-GPS-Uhren Runsense: SF-310G, SF-510F, SF-710S und SF-810B

Bei den Runsense (bzw. RUNSENSE)-Modellen gibt es da schon die größeren Unterschiede. Erstens unterscheiden sich die vier Modelle im Preis, wobei die niedrigere Zahl auch einem günstigeren Modell entspricht. Hier fängt es bereits bei 179,99 Euro an für die SF-310, dann 229,99 für die SD-510 und 259,99 für die SF-710. Der technische Unterschied zwischen den drei Uhren ist auf den ersten Blick nicht wirklich ersichtlich. Schaut man dann etwas weiter in das Datenblatt, dann sieht man, dass bei der SF-310 doch stark an Features gespart wurde. So wurden etwa kein Smart Stride-Sensor (für genauere GPS-Daten) verbaut, es fehlt ein Indoor-Modus und eine Tap-Funktion zum Wechseln zwischen verschiedenen Display-Ansichten ist ebenfalls nicht vorhanden.

Wenn man die drei Features unbedingt cool finden sollte, müsste man schon zur SF-510 greifen, die zudem (fast) baugleich zur SF-710 ist. Der letzte Unterschied zwischen den drei Modellen ist (und das sind doch 30 Euro), dass nur die SF-710 einen Vibrationsalarm besitzt. Alle drei Runsense-Modelle sind zudem wasserdicht bis 5 Bar und der Akku soll bis zu 30 Stunden am Stück halten mit GPS-Dauernutzung.

Kommen wir aber zum Topmodell der Epson-Fitness-Wearables, der Runsense SF-810. Hier vereint Epson beide Modellreihen und bietet eine Fitnessuhr mit GPS-Tracker und integriertem Pulsmesser in einem. Die Akkuleistung schrumpft hier aber auf 20h bei Dauernutzung GPS und Puls. Die SF-810 gibt es bisher noch nicht zu kaufen, weshalb es auch noch keinen offiziellen Preis gibt. Auf der PK wurden aber 349,99 Euro genannt.

Meinung:

Interessant finde ich wirklich nur die Pulsense-Modelle und die Runsense 810, da, meiner Meinung nach, ein GPS-Tracker zwar cool ist, aber ohne die gemessene Herzfrequenz kein wirklicher Mehrwert vorhanden ist. Wenn man aber ein professioneller Läufer ist (und das bin ich eben nicht), dann reichen einem vermutlich auch die GPS-Daten zur Messung der genauen Strecke und der Geschwindigkeit. Wer das möchte, der findet bei allen Epson-Runsense-Modellen sehr gute GPS-Sensoren. Die Koordinaten wurden beim Testlauf um den Englischen Garten sehr genau angezeigt, was eben an den megahightech-GPS-Sensoren liegen soll, die sogar innerhalb eines Tunnels anhand der eingegebenen Schrittlänge die Entfernung des Tunnels messen.

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Sieht echt Laser aus: PS-100

In den nächsten Wochen werden wir für euch den günstigsten Pulsmesser PS-100 testen.

tl;dr: Epson baut nicht mehr nur Drucker.

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Florian Fritz

Essperimentalphysiker
Philanthrop und Handyfetischist der ersten Stunde. Alles begann mit dem Sagem MC-939. Später folgten das Siemens MT50, Sony Ericsson K300, BenQ Siemens S88, Motorola Defy, Samsung Galaxy Note 2 und das neue, dicke Ding in seiner Hose ist das OnePlus One. In seiner Freizeit identifiziert er liebend gerne Smartphones in freier Wildbahn und ruft deren technische Daten aus dem Gedächtnis ab. Über Twitter findet ihr noch mehr geilen Shizzle von mir.

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