Petition gegen geplante Drosselung der Surfgeschwindigkeit

Petition gegen geplante Drosselung der Surfgeschwindigkeit

petition gegen geplante drosselung der surfgeschwindigkeit Petition gegen geplante Drosselung der Surfgeschwindigkeit

Revolutionäre Stimmung in der deutschen Netzwelt. Kaum ein Thema hat in den letzten Tagen solch ein Aufruhr verursacht wie die Absichten der Telekom, die Übertragungsgeschwindigkeit, ab einem bestimmten Datenvolumen, zu drosseln. Geplant ist diese Änderung für alle Neuverträge die nach dem 01.05.2013 geschlossen werden, wobei eine technische Realisierung frühestens 2016 erfolgen soll.

Der 18-Jährige Düsseldorfer Malte Götz startete aus Protest eine Online-Petition, welche seit dem 22.04.2013 über 145.000 Unterschriften erzielt hat. Geplantes Ziel der Petition sind 150.000 Unterschriften. Selbstverständlich ist diese Petition keine zwingende Richtlinie für die Telekom, jedoch erhofft sich Initiator Götz hierdurch ein Umdenken, seitens des Internetanbieters, zu erzielen.

Besonders heftige Kritik erntet die Klausel, dass Medienangebote der Telekom wie Entertain das zukünftig begrenzte Datenkontigent nicht belasten werde. Somit sehen viele Verbraucher und Wettbewerbshüter die Gefahr, dass die Telekom ihre Marktstellung ausnutze um andere Streaminganbieter aus dem Markt zu drängen. Gegenteilige Stimmen betonen jedoch, dass die deutsche Politik durch Versäumnisse im Breitbandausbau zu dieser Situation beigetragen hätte.

Betrachtet man die Reaktion der amerikanischen Mobilfunknutzer, welche in letzter Zeit erstmalig mit Datendrosselung im Mobilfunkbereich konfrontiert waren, so war die aktuelle Reaktion des deutschen Internetnutzers durchaus vorhersehbar. Spannend bleibt, wie sich die Situation in Deutschland nun verändern wird und ob andere Provider dem Vorbild der Telekom folgen.

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 Petition gegen geplante Drosselung der Surfgeschwindigkeit

Marcel

Ich habe das Internet, Ketchup und den Reißverschluss erfunden. Folgt mir bei Twitter.... bitte :(
  • TheRob

    Ich glaub die Telekom hat sich damit selbst ein Bein gestellt. Sowas kann kein Anbieter durchdrücken ohne an Kunden zu verlieren. Zum Glück gibt es auch noch andere Anbieter. Gerade wo Streamingdienste wie spotify oder Watchever immer beliebter werden, ist eine Begrenzung des Datenvolumens einfach für Kunden nicht zu gebrauchen.

    • Philipp Noack

      Na ja, wenn man im Telekom Netz für Handys Spotify nutzt, wird das nicht vom Datenvolumen abgezogen. Die Telekom wird jetzt versuchen mehr solcher Deals an Land zu ziehen um davon den Ausbau und die Kosten zu finanzieren.

      • TheRob

        Ja aber Watchever oder Maxdome würde Datentarif kosten, während Entertainment Now oder wie das von denen heißt, kein Datentarif kostet. Wo bleibt denn da die Netzneutralität?

        • Philipp Noack

          Netzneutralität von einem privaten Anbieter ist eben leider so eine Sache…